Unternehmenshandbuch
Vision & Definition
Was ist Klangfeld?
Wir verbinden Klang mit Kunst und schaffen Resonanz zwischen Gästen, Orten und Musik. — #nahbar #schön #echt
Klangfeld ist…
- Veranstalter für Kulturevents, Konzerte und Ausstellungen
- Label zur Vermarktung von MusikerInnen und KünstlerInnen
- Ein Netzwerk, das Räume für lebendige Kultur schafft — an der Schnittstelle von Musik, Kunst und sozialer Begegnung
- Für Menschen, die sich nach echter Verbindung, kultureller Tiefe und Lebendigkeit sehnen
Klangfelds Vision
Wir verbinden Klang mit Kreativität und schaffen Resonanz zwischen Gästen, Performern und Orten.
Klangfeld ermöglicht…
- Musik- und Kunstperformances sowie DIY-Workshops
- Dekorative und technische Konzepte für KooperationspartnerInnen
Das Unternehmen Klangfeld
Wir sind Klangfeld — eine Initiative, die sich für Kultur, Musik und Klang einsetzt. Unsere Initiative besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die sich zweimal wöchentlich treffen.
Unsere Vision ist es, eine Brücke zwischen Kunst und Kreativität zu schaffen durch Resonanz zwischen Gästen, KünstlerInnen und Orten. Diese verwirklichen wir mit Live-Musik, interaktiven DIY-Ständen, Ausstellungen von Werken regionaler KünstlerInnen und dekorativer Raumgestaltung.
Die Arbeitsweise ist evolutionär-integral organisiert, bestehend aus Selbstführung und individueller Verantwortung. Entscheidungen werden dort getroffen, wo das meiste Wissen vorhanden ist — nicht entlang hierarchischer Strukturen.
Team
| Rolle | Person |
|---|---|
| Geschäftsführer | Amit |
| Mitglieder | Anastasia, Larissa, Burak, Anastassija, Amit |
MusikerInnen
Sean Koch · Ducky T. · Rafaella Vorschluze · Fernando Edelstein · Silvie Irani
KünstlerInnen
Jamileh Mehdi Araghis · Fernando Edelstein · weitere folgen
Wöchentliche Teamtreffen
Kooperationspartner
- Atelier333, Hoch2Werk
- Kulturamt Köln, IFM e.V., Verdi
- mitvergnuegenkoeln, Rausgegangen.de
- GeheimtippKoeln
Marktanalyse
Unser Angebot
Die Klangfeld UG ist eine Kulturplattform mit zwei Geschäftsbereichen:
1. Fester Kreativstandort
Regelmäßige Tufting-Workshops als wirtschaftliches Fundament. Planbarer Cashflow-Motor mit 3–4 stündigen Premium-Workshops für 10 Teilnehmende.
2. Wanderndes Kulturformat
Kuratierte Eventreihe „Kunst, Klang & Kultur" als Marken- und Wachstumstreiber an wechselnden Locations.
Was genau wird verkauft?
Operativ
- Workshop-Tickets
- Eventtickets & Getränke
- Kunstverkäufe & Kooperationen
- Streaming (Spotify) von MusikerInnen
Emotional
- Kreative Selbstwirksamkeit
- Zugehörigkeit zu einer Szene
- Zugang zu kuratierter Kultur
- Ein alternatives Kulturerlebnis
Kernkompetenzen
Kuratierung und Atmosphäre
Klangfeld verbindet Kunst, Musik, Raumgestaltung und Workshop-Elemente zu einem ästhetisch durchdachten Gesamtsetting — weit über klassische DIY-Angebote hinaus.
Verbindung von Handwerk und Kultur
Handwerkliches Arbeiten (z.B. Tufting) im kulturellen Rahmen (Live-Musik, Ausstellungen, Community) erzeugt emotionalen Mehrwert und Identifikationspotenzial.
Netzwerkkompetenz
Bestehende Kooperationen mit regionalen KünstlerInnen, MusikerInnen und Locations ermöglichen abwechslungsreiche Formate und authentische kulturelle Inhalte.
Strukturierte Workshop-Konzeption
Klar kalkuliertes Kostenmodell mit definiertem Break-Even-Punkt, professioneller Materialrecherche und Preiskalkulation.
Kleidertausch
Der Klangfeld Kleidertausch verbindet Nachhaltigkeit mit Community-Erlebnis. In einer kuratieren Atmosphäre aus Musik, Licht und Begegnung tauschen Gäste Kleidung, die sie nicht mehr tragen — und nehmen neue Lieblingsstücke mit nach Hause.
Ablauf
Annahme & Bewertung
Gäste geben ihre Kleidung am Check-in ab. Jedes Stück wird gesichtet und mit einem Token bewertet. Nur saubere, gut erhaltene Kleidung wird angenommen.
Stöbern & Tauschen
Mit ihren Tokens stöbern die Gäste durch die kuratierte Auswahl. Kleidung ist nach Kategorien sortiert — von Streetwear bis Vintage. Eintauschen ist einfach: Token abgeben, Stück mitnehmen.
Community & Atmosphäre
Live-Musik, Drinks und gemütliche Ecken laden zum Verweilen ein. Der Kleidertausch ist nicht nur Shopping-Alternative — er ist Social Event.
Spende & Nachhaltigkeit
Nicht getauschte Stücke werden an lokale Hilfsorganisationen gespendet. Nichts wird weggeworfen — alles findet einen neuen Besitzer.
Warum Kleidertausch?
Nachhaltigkeit
Fast Fashion ist einer der größten Umweltsünder. Kleidertausch verlängert den Lebenszyklus von Textilien und reduziert Abfall.
Community
Der Tausch bringt Menschen zusammen, die Wert auf bewussten Konsum legen — und schafft Verbindungen über gemeinsame Werte.
Markenidentität
Kleidertausch passt perfekt zur Klangfeld-DNA: Kreativität, Kultur und Community — ohne kommerziellen Druck.
Tuft & Drink
Tuft & Drink ist das Kernprodukt von Klangfeld — ein Workshop-Format, das handwerkliche Kreativität mit einer entspannten Genuss-Atmosphäre verbindet. Teilnehmer tuften ihre eigenen Textilkunstwerke, während sie Drinks genießen und Live-Musik erleben.
Workshop-Format
Dauer & Gruppengröße
Jeder Workshop dauert ca. 3–4 Stunden mit maximal 10 Teilnehmern pro Session. Kleine Gruppen garantieren persönliche Betreuung und Qualität.
Produkte
Drei Größen stehen zur Wahl: 20×20 cm (Einstieg), 50×70 cm (Standard) und 100×100 cm (Premium). Jedes Stück ist ein individuelles Kunstwerk.
After-Tufting
Nach dem Workshop wird gefeiert: After-Tufting Events mit Drinks, Musik und Community. Workshop-Teilnehmer haben freien Eintritt.
Produktpreise nach Stage
| Produkt | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 |
|---|---|---|---|
| 20 × 20 cm | — | 70 € | 80 € |
| 50 × 70 cm | — | 130 € | 170 € |
| 100 × 100 cm | — | 160 € | 210 € |
| Ø Workshopeintritt (10 TN) | 1.000 € | 1.300 € | 1.700 € |
Zielgruppe
Klangfeld begeistert, weil es drei Bedürfnisse gleichzeitig erfüllt:
Kreativität
Menschen wollen kreativ sein, aber wissen nicht wie. Klangfeld gibt ihnen Struktur, Anleitung, Materialien — und ein fertiges Ergebnis.
Echte Erlebnisse
Kreativität + Musik + Atmosphäre + Community + ein Erlebnis mit Output. Nicht nur instagramfähig — sondern identitätsstiftend.
Verbindung
Gesprächsanlässe, gemeinsames Tun, soziale Nähe ohne Zwang. Nicht nur Unterhaltung — sondern Beteiligung.
Diggi, weil ihr ein Abend bietet, an dem du etwas Eigenes erschaffst, Menschen triffst und Teil einer kreativen Szene wirst.
Buyer Personas
| Segment | Profil | Was sie kaufen |
|---|---|---|
| B2C | 20–65 J., kreativ, urban, Social-Media-affin, Studierende & Kreativbranche | Selbstwirksamkeit, Erlebnis, Community |
| B2B | Kreativagenturen, Startups, Mittelstand, HR-Abt., Co-Working | Teambuilding, Kreativ-Workshops, Offsites |
Standort — Köln-Sülz
Mitbewerber
Der DIY-Workshop-Markt in urbanen Räumen wie Köln ist dynamisch und teilweise trendgetrieben. Klangfeld differenziert sich durch das Hybrid-Modell (Tufting + Kulturformat) und den kuratorischen Anspruch — nicht über den Preis.
Vertrieb
B2C Vertrieb
Ansprache der Zielgruppen
Über eine Kombination aus digitaler und analoger Ansprache: Social Media (Instagram, Facebook, TikTok, Rausgegangen.de), Flyer an Hochschulen & Cafés, Kooperationen mit Kulturorten wie Atelier333 und Hoch2Werk.
| Kanal | Frequenz / Details |
|---|---|
| 2 Reels + 1 Beitrag wöchentlich | |
| TikTok | 2 Reels + 1 Beitrag wöchentlich |
| Rausgegangen.de | Eintrag für Workshops + Tagestipp-Platzierung |
| Atelier333 Kooperation | Auflistung im Instagram-Kanal |
| Flyer | Universitäten, Cafés, lokale Geschäfte |
| Homepage | Blogeintrag, Videos, Fotos |
Member-Card
Eine Membercard kann extrem stark sein — aber nur, wenn sie richtig aufgebaut wird. Zu früh eingeführt, kann sie das Cashflow-Modell verwässern.
Supporter — 29 €/Monat
10 % Rabatt auf Workshops · Early-Bird-Zugang · kostenloser Event-Eintritt · 1 exklusives Member-Event/Jahr
Creator — 59 €/Monat
1 Workshop/Quartal inklusive · VIP-Zugang bei Events · Gästelisten-Vorteile · Member-Only-Abend
Jahreskarte — 249–349 €
2 Workshops inklusive · 4 Event-Eintritte · Prioritätsbuchung
B2B Vertrieb
Paket 1 — Standard
Creative Teambuilding · 3–4 Stunden · 10–15 Personen · Tufting Workshop + Getränke
Paket 2 — Premium
Culture Event · Workshop + Live-Musik + After-Get2gether · kuratiertes Setting
Paket 3 — Mobile Corporate
Wanderformat beim Kunden · individuelles Branding · Social-Media-Dokumentation
4-Phasen-Plan
Phase 1 (Tag 1–90) — Fundament & Testverkauf
3 B2B-Pakete definieren · Angebots-PDF erstellen · Landingpage aufbauen · CRM einrichten. Ziel: 1–2 Abschlüsse.
Phase 2 (Tag 91–180) — Rhythmus aufbauen
Wöchentlich: 1h LinkedIn, 1h Follow-up, 1 Gespräch. Monatsziel: 15–20 neue Kontakte, 5 Gespräche, 1 Abschluss.
Phase 3 (Tag 181–270) — Leichte Skalierung
Freelancer auf 15 % Provision einbinden. Ziel: 2–3 Abschlüsse/Monat, 30 % Wiederbuchungsquote.
Phase 4 (Tag 271–360) — Stabilisierung
Preise um 10 % erhöhen · Referenzen aktiv kommunizieren · monatliche KPI-Meetings · Jahresumsatzziel: 40.000–60.000 € B2B.
Schlüsselpartner
Der Aufbau der Klangfeld UG wird maßgeblich durch ein belastbares Netzwerk aus KünstlerInnen, MusikerInnen, Kulturorten und institutionellen Partnern getragen.
| Partner | Kategorie | Mehrwert für Klangfeld |
|---|---|---|
| Atelier333, Hoch2Werk | Kulturort | Räume, bestehende Netzwerke, Stammpublikum, atmosph. Umfeld |
| Jamileh Mehdi Araghis, Fernando Edelstein u.a. | KünstlerIn | Reichweite, Glaubwürdigkeit, kulturelle Tiefe |
| Sean Koch, Ducky T., DJ Bollechno u.a. | MusikerIn | Live-Qualität, Community-Aktivierung |
| Kulturamt Köln, IFM e.V., Hochschulen | Institutionell | Förderstrukturen, junge Zielgruppen, Legitimation |
| Rausgegangen.de, Mitvergnügen Köln | Medien | Regionale Sichtbarkeit, Zielgruppenansprache |
Rechtliches & Herausforderungen
Rechtsform — UG (haftungsbeschränkt)
Die Klangfeld UG wird als Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gegründet. Diese Rechtsform ermöglicht haftungsbeschränkte Unternehmensstruktur bei geringem Stammkapital — geeignet für ein wachstumsorientiertes Kultur- und Eventunternehmen.
Pflichten
- Jährliche Rücklagenbildung bis GmbH-Mindeststammkapital
- Körperschaftssteuer & Gewerbesteuer
- Buchführungs- & Bilanzierungspflicht
- GEMA-Gebühren bei Musikdarbietungen
- DSGVO: Datenschutzerklärung & Impressum
Gründungsschritte
Notarielle Beurkundung
Gesellschaftsvertrag
Handelsregistereintrag
Amtsgericht Köln
Gewerbeanmeldung
Ordnungsamt der Stadt Köln
Herausforderungen
Hauptrisiken
Auslastung
Unzureichende Workshop-Auslastung oder sinkende Zahlungsbereitschaft im Premiumsegment erzeugt Liquiditätsdruck.
B2B-Akquise
Firmenbudgets schwanken; Entscheidungen erfordern interne Freigaben. Akquise kann zeitintensiver sein als geplant.
Trendabhängigkeit
Tufting unterliegt Modezyklen. Bei abflachendem Interesse muss das Angebot weiterentwickelt werden.
Gegenmaßnahmen
Diversifikation
B2C + B2B kombinieren, um Einnahmequellen zu streuen.
Premium-Positionierung
Differenzierung über Qualität, Atmosphäre und kuratorischen Anspruch — nicht über den Preis.
Vertragsregelung
Kooperationen klar regeln, Anzahlungen bei Firmenkunden vereinbaren.
Liquiditätspuffer
Aufbau eines Puffers für saisonale Schwankungen.
Portfolio-Erweiterung
Workshop-Portfolio mittelfristig um weitere Formate ergänzen.
KPI-Tracking
Regelmäßige Evaluation der Auslastung und disziplinierte Kostenkontrolle.
Unternehmenswerte
Unsere Werte
Unternehmenswerte sind gemeinsame Leitplanken für Entscheidungen, Zusammenarbeit und Verhalten im Alltag. Sie geben Orientierung in Prioritäten, setzen klare Erwartungen an Führung und Teamarbeit und sorgen für konsistentes Auftreten nach innen und außen.
Selbstführung
Eigenverantwortung, Vertrauen, kollektive Intelligenz — Entscheidungen dort treffen, wo Wissen vorhanden ist.
Ganzheit (Authentizität)
Emotional sichere Arbeitsumgebung, in der sich alle authentisch verhalten und ganz zeigen können.
Sinn & Leidenschaft
Aufgaben aus innerer Überzeugung übernehmen — der Antrieb ist Leidenschaft, nicht Zwang.
Umsetzung im Alltag
- Integration in Recruiting, Onboarding, Zielvereinbarungen und Meetings
- Regelmäßiges Feedback und Anerkennung wertkonformen Handelns
- Quartalsweise Reflexion (Werte-Meeting) und Anpassung bei Bedarf
Selbstführung
Vertrauen
Unsere Beziehung beruht auf der Annahme positiver Absicht. Bis uns das Gegenteil bewiesen wurde, ist das Vertrauen in KollegInnen die Grundhaltung in unseren Begegnungen. Freiheit und Verantwortlichkeit sind zwei Seiten einer Medaille.
Information und Entscheidungsfindung
- Die vollständigen Geschäftsinformationen stehen allen offen.
- Wir glauben an die Macht der kollektiven Intelligenz. Niemand ist so klug wie alle zusammen.
- Alle Entscheidungen werden durch einen Beratungsprozess getroffen.
Verantwortung und Rechenschaftspflicht
- Jeder hat die volle Verantwortung für die Organisation.
- Wenn wir spüren, dass etwas geschehen sollte, ist es unsere Pflicht, es anzusprechen.
- „Das ist nicht mein Problem" wird nicht akzeptiert.
- Organisationsvorrang: Die Interessen Einzelner finden ihre Grenzen dort, wo sie die Zukunft der gesamten Organisation gefährden.
Häufige Missverständnisse bei Selbstführung
Ganzheit (Authentizität)
Gleicher Wert
Wir haben alle fundamental den gleichen Wert. Unsere Gemeinschaft wird bereichert, wenn alle Mitglieder in ihrer eigenen Weise dazu beitragen — Unterschiede (Rollen, Hintergrund, Interessen) werden anerkannt.
Sichere und fürsorgliche Arbeitsumgebung
Wir können jeder Situation aus Angst und Distanz oder aus Liebe und Verbundenheit begegnen. Wir entscheiden uns für Liebe und Verbundenheit.
Lernen
- Jedes Problem ist eine Einladung für Lernen und Wachstum.
- Scheitern ist möglich, wenn wir mutig für unseren Sinn eintreten.
- Fehler werden offen besprochen — Fehler zu verstecken ist nicht akzeptabel.
- Wir fokussieren uns auf Stärken statt Schwächen, auf Möglichkeiten statt Probleme.
Beziehungen und Konflikte
- Wir verbreiten keine Gerüchte. Wir reden nicht hinter dem Rücken über KollegInnen.
- Meinungsverschiedenheiten werden im Zweiergespräch gelöst.
- Wir schieben die Schuld nicht auf andere — wir nehmen es als Einladung zur Reflexion.
Sinn & Leidenschaft
Kollektiver Sinn
Wir sind der Ansicht, dass die Organisation eine Seele und einen eigenen Sinn hat. Wir versuchen zu hören, wohin die Organisation gehen möchte — und drängen ihr keine Richtung auf.
Individueller Sinn
- Wir reflektieren über unsere persönliche Berufung und wie sie mit dem Sinn der Organisation resoniert.
- Wir versuchen, unsere Rollen mit unserer Seele zu erfüllen — nicht mit unserem Ego.
- Passion: Wir übernehmen eine Aufgabe nicht aus Zwang, sondern weil wir es gern tun.
Selbstbild
Können wir Organisationen schaffen, die frei sind von politischen Grabenkämpfen, Bürokratie und Konkurrenz; frei von Stress und Burnout; frei von Resignation und Teilnahmslosigkeit? Wir sagen ja!
Klassische Annahmen — Mitarbeitende sind…
- faul, wenn unbeobachtet
- nur geldgetrieben
- nicht für wichtige Entscheidungen geeignet
- austauschbare Maschinenteile
Entscheidungsfindung & Kommunikation
Beratungsprozess
Prinzipiell kann jeder Mitarbeitende in der Organisation jede Entscheidung treffen. Davor muss sich dieser Mitarbeitende aber den Rat aller davon betroffenen Mitarbeitenden und von ExpertInnen einholen.
Vorteile gegenüber Hierarchie & Konsens
Lerneffekt
Menschen, die um Rat gefragt werden, beschäftigen sich mit der Frage — Informationen werden geteilt und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
Demut und Verbindung
Um Rat zu bitten ist ein Akt der Demut: „Ich brauche dich." Dies erzeugt intensivere Beziehungen.
Bessere Entscheidungen
Die Person trifft die Entscheidung mit dem größten Vorteil: sie kennt das Thema am besten und muss mit den Konsequenzen leben.
Verantwortungsklarheit
Die Verantwortung bleibt klar bei der Person, die die Entscheidung trifft — kein Konsens-Verwässerungseffekt.
Initiative und Kreativität
Der Prozess stimuliert Eigeninitiative — verstärkt durch die Weisheit sachkundiger KollegInnen.
Konfliktlösung
Zweiergespräch
Beide Parteien versuchen das Problem unter sich zu lösen. Der Initiator äußert eine klare Bitte (keine Forderung) — gewaltfreie Kommunikation eignet sich hier besonders.
Vermittlung
Falls keine Einigung: ein vertrauenswürdiger Kollege wird als Vermittler nominiert. Er kann keine Lösung vorschreiben, sondern nur unterstützen.
KollegInnen-Gremium
Ein Gremium betroffener KollegInnen wird versammelt. Sie hören zu und helfen bei der Formulierung einer Übereinkunft.
Geschäftsführer
Amit kann zur Verstärkung des moralischen Gewichts hinzugezogen werden.
Vertragsbeendigung
In seltenen Fällen kann das Team Amit bitten, den Vertrag mit dem betreffenden Mitarbeitenden zu beenden.
Offene Kommunikation
Es gibt bei Klangfeld keine unwichtigen Menschen. Jeder darf erwarten, jederzeit Zugang zu allen Informationen zu haben: Finanzen, Gehälter, Tätigkeitsbereiche aller Mitarbeitenden.
Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
Die GFK ist ein Kommunikationsmodell von Marshall B. Rosenberg. Ziel: Gespräche ehrlich und empathisch führen — besonders in schwierigen Situationen.
Beobachtung (ohne Bewertung)
Was sehe oder höre ich konkret, ohne zu interpretieren? „Du hast während unseres Gesprächs dein Handy dreimal in die Hand genommen."
Gefühl (nicht Gedanke!)
Was fühle ich in dieser Situation? „Ich fühle mich irritiert und etwas traurig."
Bedürfnis
Welches Bedürfnis steckt dahinter? „Ich wünsche mir Aufmerksamkeit und echten Kontakt."
Bitte (klar & machbar)
Was wünsche ich mir konkret? „Wärst du bereit, dein Handy für unser Gespräch zur Seite zu legen?"
GFK: „Als du heute 20 Minuten später gekommen bist (1), war ich frustriert (2), weil mir Zuverlässigkeit wichtig ist (3). Wärst du beim nächsten Mal bereit, mir kurz zu schreiben, wenn du dich verspätest? (4)"
Feedback-Prozess
Selbstreflexion
Der Mitarbeitende reflektiert über die eigene Leistung und Ziele anhand einer Frageliste.
KollegInnen-Feedback
Die Runde beginnt mit einer Minute Stille. Jede KollegIn beantwortet zwei Fragen:
- „Was schätze ich besonders an der Zusammenarbeit mit dir?"
- „In welchem Bereich sehe ich Möglichkeiten für Veränderung und Entwicklung?"
Vertiefung
Reflexion über die Aussagen der KollegInnen: Was nehme ich mit? Was habe ich gelernt? Worauf möchte ich in Zukunft achten?
Gehalt
Um das Gehalt festzulegen, werden alle KollegInnen einmal im Jahr gebeten, die KollegInnen zu bewerten, mit denen sie gearbeitet haben — mit zwei Fragen:
Ein einfacher Algorithmus verarbeitet die Antworten und ordnet KollegInnen in Gehaltsstufen ein. Der Geschäftsführer darf maximal das 10-fache des Gehalts des am wenigsten bezahlten Mitarbeitenden bekommen.
Organisationsstruktur
Vergleich: Klassisch vs. Klangfeld
Anhand dieses Kapitels wird die Struktur Klangfelds im Vergleich zu gewöhnlichen Unternehmensstrukturen verdeutlicht.
| Bereich | Konventionell | Klangfeld |
|---|---|---|
| Führung | Hierarchische Befehlskette | Verteilte Entscheidungsmacht |
| Entscheidungen | Von oben nach unten | Beratungsprozess |
| Information | Need-to-know | Vollständige Transparenz |
| Rollen | Feste Stellenbeschreibungen | Flexible, wechselnde Rollen |
| Konflikt | Eskalation zu Vorgesetzten | Peer-Mediation, 5-Stufen-Prozess |
| Gehalt | Vorgesetzte entscheiden | KollegInnen-Bewertung |
| Meetings | Statusberichte nach oben | Boarding, Review, Retro |
Rolle von Amit als CEO
In selbstführenden Organisationen sind Geschäftsführende zugleich weniger wichtig und wichtiger als in herkömmlichen Organisationen — sie haben ihre hierarchische Macht aufgegeben.
- Gesicht des Unternehmens nach außen
- Raum für evolutionäre Abläufe schaffen
- Klassische Managementpraktiken abwehren
- Vorbild für integrale, evolutionäre Perspektive sein
- Keine Budgets bewilligen
- Kein Leitungsteam führen
- Keine Top-Down-Strategien
- Keine Konflikte schlichten (nur als letzte Stufe)
- Keine Beförderungen festlegen
Die Gründenden selbstführender Organisationen haben keine hierarchische Macht, aber tragen moralische Autorität. Mitarbeitende beobachten: „Meint er es ernst? Richtet er sich nach denselben Regeln wie alle anderen?"
Meeting-Formate
Übersicht der Meeting-Formate
Gemeinsame Beobachtung und Bearbeitung führungsrelevanter Aktivitäten über ein Kanban-Board. Dauer: ca. 1 Stunde.
Begutachtung von Arbeitsergebnissen — nur echte, beobachtbare Ergebnisse zählen. „Fast fertig" gilt nicht.
Reflexion der Zusammenarbeit und Arbeitsprozesse — wie wurde gearbeitet, nicht was wurde erreicht.
Mitglieder besprechen Fragen zur Umsetzung der Werte und mögliche Weiterentwicklung — damit Werte am Leben bleiben.
Spezifische Treffen für Fragen zu Rollen und Zusammenarbeit — abseits der konkreten Arbeit.
Strukturierter Diskussionsmarktplatz: In kurzer Zeit viele Themen teilen. Nur interessante Themen bekommen Verlängerung.
Zahlen, Daten und Fakten: Alle Mitarbeitenden erhalten Einblick in die wichtigsten KPIs. Reine Informationsveranstaltung, 15–30 Min.
Boarding — Wöchentlich
Das Boarding dient der gemeinsamen Beobachtung führungsrelevanter Aktivitäten. Dargestellt werden strategische, operative und organisationale Inhalte über ein Kanban-Board in MeisterTask.
Kanban-Spalten
| Spalte | Funktion |
|---|---|
| Brainstorming | Sammelplatz für spontane Ideen und Anregungen — ohne Zuweisung, niedrigschwellig |
| Vorbereiten | Aus vager Idee einen konkreten Nutzen und nächsten Schritt ableiten |
| Umsetzen | Karten mit überschaubarem nächsten Schritt, gerade in Bearbeitung |
| Bewerten | Ergebnis inhaltlich bewerten und Vorgehensweise reflektieren |
| Beendet | Keine weiteren Handlungen — auch aufgegebene Vorhaben landen hier |
Meeting-Ablauf
Moderator wählen
Rotierend unter den Mitgliedern.
Check-In Runde
Jedes Mitglied teilt kurz, wie es ihm geht und was es einbringen kann.
Board durchgehen (rechts → links)
Von „Beendet" bis „Brainstorming" — Engpässe sichtbar machen.
Check-Out Runde
Was nehme ich mit? Welchen nächsten Schritt gehe ich?
Review
Ein Review ist ein Arbeitstreffen zur Begutachtung von Arbeitsergebnissen — keine Schulterklopf-Runde. Es zählen nur echte, nachweisbare Anwendungsfälle.
Information
Welcher Nutzen sollte geschaffen werden? Was wurde tatsächlich erreicht? Was fehlt?
Inspektion
Wie bewerten Nutzer/Betroffene das Ergebnis? Welchen Mehrwert hat es gebracht?
Adaption
Was muss integriert werden? Was sollte dazukommen? Wünschenswerte nächste Schritte?
Retrospektive
Eine Retrospektive reflektiert Zusammenarbeit und Arbeitsprozesse — das WIE, nicht das WAS. Moderiert von jemanden außerhalb des Beratungsprozesses.
Informationen sichten
Zahlen, Daten, Fakten, Impressionen aus dem Betrachtungszeitraum vorstellen.
Hypothesen bilden
Verschiedene Sichtweisen nebeneinanderlegen. Wie ist es dazu gekommen? Worauf sind wir stolz?
Handlungsoptionen priorisieren
Veränderungsideen entwickeln und priorisieren — in die „Brainstorming"-Spalte beim Boarding schieben.
Check-Out
Werte-Meeting — Quartalsweise
Alle Mitglieder werden eingeladen, Fragen bezüglich der Umsetzung der Werte am Arbeitsplatz anzusprechen — oder Veränderungen vorzuschlagen. So können die Werte am Leben gehalten werden.
Governance Meeting — Monatlich
Governance Meetings behandeln nur Fragen zu Rollen und Zusammenarbeit — keine konkreten Arbeitsthemen. Jedes Mitglied kann jederzeit ein zusätzliches Treffen anfragen.
Ablauf
Neuer Vorschlag
Der Vorschlagende beschreibt Vorschlag und das Problem, das gelöst werden soll.
Verständnisfragen
Klärung ohne Reaktionen — nur Informationen sammeln.
Reaktionsrunde
Jeder reagiert — aber noch keine Diskussion.
Verbessern & Klären
Der Vorschlagende kann den Vorschlag basierend auf den Reaktionen anpassen.
Einwandsrunde
„Seht ihr Gründe, warum dieser Vorschlag Schaden anrichten könnte?" Ohne Einwände: Vorschlag angenommen.
Integration
Wenn Einwände: offene Diskussion für einen veränderten Vorschlag, der alle Einwände ausräumt.
Lean Coffee — Diskussionsmarktplatz
Strukturierter, zeiteffizienter, offener Austausch für alle Anliegen, die keine unmittelbare Entscheidung beinhalten — Ideen erzählen, Fragen stellen, Bemerkenswertes berichten.
Ablauf
Start
- Moderator sammelt Themen auf Flipchart/Klebezettel
- Kurze Vorstellung jedes Themas (1–2 Sätze)
- Abstimmung per Handzeichen (max. 3 Stimmen pro Person)
- Themen nach Priorität sortieren
Hauptteil
- Jedes Thema erhält initial gleiche Zeit (z.B. 8 Min.)
- Daumen hoch = 2 Min. Verlängerung · Daumen runter = weiter
- Max. 2 Verlängerungen pro Thema
- Keine Entscheidungen im Lean Coffee!
ZDF-Jour fixe — Zahlen, Daten, Fakten
Alle Mitarbeitenden erhalten regelmäßig Einblick in die wichtigsten Zahlen. Reine Informationsveranstaltung. Dauer: 15–30 Min. pro Quartal.
Inhalte
- Umsatz, wichtige Kostenblöcke, Gewinnquote
- Anzahl der Workshops, KünstlerInnen, MusikerInnen, DJs
- Cashflow und aktuelle Finanzkennzahlen
Finanzen
Warum brauchen wir Finanzberichte?
Transparenz
Klare Darstellung von Einnahmen, Ausgaben, Gewinnen und Verlusten als Grundlage zur Bewertung der Unternehmensleistung.
Entscheidungsfindung
Wichtige Daten helfen, zukünftige Strategien zu planen, Budgets festzulegen und Ressourcen effizient zu allozieren.
Performance-Überwachung
Regelmäßige Berichte ermöglichen es, Problembereiche frühzeitig zu identifizieren und korrigierende Maßnahmen einzuleiten.
Finanz-Dashboard 2026
Jahresübersicht
Monatliche Einnahmen & Ausgaben (2026)
| Monat | Einnahmen | Ausgaben | Cashflow |
|---|---|---|---|
| Jan | 3.695 € | 3.895 € | −200 € |
| Feb | 2.100 € | 2.100 € | 0 € |
| Mrz | 2.100 € | 2.100 € | 0 € |
| Apr | 2.100 € | 2.100 € | 0 € |
| Mai | 5.250 € | 4.562 € | +688 € |
| Jun | 5.250 € | 4.403 € | +847 € |
Hauptkostenblöcke
| Kostenart | Betrag |
|---|---|
| Workshop-Material | 10.455 € |
| Gagen & Miete | 3.400 € |
| Verpflegung | 1.779 € |
| Öffentlichkeitsarbeit | 743 € |
| Dekoration / Technik | 1.995 € |
Budgetpläne — Tufting Workshop
Jeder Workshop wird mit einem detaillierten Budgetplan kalkuliert. Hier eine Übersicht der Entwicklung über die Veranstaltungen:
| Datum | Gesamtausgaben | Break-Even (pro TN) | Restschulden |
|---|---|---|---|
| 01.05.26 | 1.995 € | 194,51 € | 1.345 € |
| 15.05.26 | 2.226 € | 217,57 € | 1.176 € |
| 01.06.26 | 2.056 € | 200,63 € | 1.006 € |
| 20.06.26 | 1.887 € | 183,69 € | 837 € |
| 01.07.26 | 1.718 € | 166,75 € | 668 € |
| 15.07.26 | 1.548 € | 149,81 € | 498 € |
| 01.08.26 | 1.379 € | 132,87 € | 329 € |
| 15.08.26 | 1.209 € | 115,93 € | 159 € |
Kostenpositionen je Workshop
Ausgaben
| Position | Budget |
|---|---|
| Workshop-Material (Tufting) | 537–1.852 € |
| Raumkosten | 0–200 € |
| Öffentlichkeitsarbeit | 43,70 € |
| Verpflegung | 99,21 € |
Einnahmen (After Party)
| Quelle | Betrag |
|---|---|
| Eintritt After Party | 10 Gäste × 5 € |
| Workshop-Tickets | 10 TN × Break-Even |
| Getränke-Einnahme | variabel |
Wachstumsplan
Drei Wachstumsstufen im Überblick
Von der Anlauf- bis zur Wachstumsphase — jede Stage ist profitabel. 3 Praktikanten je Stage (je 5h/Woche, kostenfrei, Studienpflichtpraktikum). n8n automatisiert Buchungen, Erinnerungen & Reporting.
Stage 1 — Anlaufphase
Juni 2025
2 Workshops/Monat
· 2.000 € Umsatz
Gewinn: 190 €/Monat
Team: Amit + 3 Praktikanten
0 € Personalkosten. Alle arbeiten ehrenamtlich.
Stage 2 — Aufbauphase
Juli 2025
4 Workshops/Monat
· 5.200 € Umsatz
Gewinn: 537 €/Monat
Team: + 1 Logistik-Minijobler
930 € Personalkosten
Stage 3 — Wachstumsphase
August 2025
8 Workshops/Monat
· 13.600 € Umsatz
Gewinn: 1.844 €/Monat
Team: + 4 Minijobler
3.720 € Personalkosten
Stage 1 — Anlaufphase
Juni 2025 · 2 Events/Monat · 2.000 €/Monat
Finanzen / Monat
| Position | Betrag |
|---|---|
| Umsatz | 2.000 € |
| Direkte Kosten | – 1.728 € |
| Bruttogewinn | 272 € |
| Steuerpuffer 30% | – 82 € |
| Personalkosten | 0 € |
| Monatsgewinn | 190 € |
Wochenrhythmus
Dienstag
frei
Sonntag
2×/Monat: Haupt-Workshop
Montag & Donnerstag
Planung · Content · B2B · Outreach
Team-Zusammensetzung
Amit — alle Rollen (Solo, variabel, alle Aufgaben). Workshops leiten, Content erstellen, B2B aufbauen. (kein Lohn)
- P1 – Social Media: Stories, Reels, Captions (5h/Wo, kostenfrei)
- P2 – Logistik: Setup, Abbau, Material (5h/Wo, kostenfrei)
- P3 – Community: DMs, Gäste empfangen, Workshop leiten (5h/Wo, kostenfrei)
Rollen & Aufgaben
| Rolle | Aufgaben | Stunden/Woche |
|---|---|---|
| Amit | Workshops leiten, Content & Social Media, B2B-Kontakte, Logistik & Setup, n8n Workflows, Wochenzahlen, Angebote, Kooperationen | 16h |
| P1 – Content | Stories erstellen, Reels produzieren, Captions schreiben, Live-Content, Instagram posten | 5h |
| P2 – Logistik | Setup vorbereiten, Abbau nach Workshop, Materialvorbereitung, So-Vorbereitung | 7h |
| P3 – Community | DMs beantworten, Gäste empfangen, Community pflegen | 5h |
Schichtplan
| Person | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So | Σ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Amit | 2h | 4h* | 1h | 2h | 2h | – | 5h* | 16h |
| P1 – Content | – | 2h | – | – | 2h | – | 1h | 5h |
| P2 – Logistik | – | 2h* | – | – | – | – | 2h* | 7h |
| P3 – Community | – | – | – | 2h | – | – | 3h* | 5h |
| Std./Tag | 2h | 8h | 1h | 4h | 4h | – | 11h | 30h |
* = nur an Event-Tagen (2×/Monat). Rollenzuweisung via MeisterTask — jede Woche neu.
Stage 2 — Aufbauphase
Juli 2025 · 4 Events/Monat · 5.200 €/Monat
Finanzen / Monat
| Position | Betrag |
|---|---|
| Umsatz | 5.200 € |
| Direkte Kosten | – 3.103 € |
| Bruttogewinn | 2.097 € |
| Steuerpuffer 30% | – 629 € |
| Personalkosten | – 930 € |
| Monatsgewinn | 537 € |
Wochenrhythmus
Dienstag
Workshop-Tag · 14h Team gesamt
Sonntag
Haupt-Workshop · 28h Team
Samstag
1×/Monat: After-Tufting Event
Team-Zusammensetzung
- Amit – Lead & Sales: Alle 4 Workshops leiten, B2B, Strategie
- Logistik-Minijobler: 1 Person, 10h/Woche, bezahlt — Material & Einkauf, Setup, After-Tufting
- P1 – Content: Fotos & Reels, Stories produzieren (5h/Wo)
- P2 – Sales: Outreach-Listen, Angebote (5h/Wo)
- P3 – Events: After-Tufting: Gäste, Bar, Empfang (5h/Wo)
Rollen & Aufgaben
| Rolle | Aufgaben | Stunden/Woche |
|---|---|---|
| Amit – Lead | Alle 4 Workshops leiten, B2B-Outreach & Erstgespräche, Content-Strategie, After-Tufting koordinieren, Verkaufs-Sprint | 16h |
| Logistik-Mini | Material & Einkauf, Di-Setup, Abbau, After-Tufting Event, So-Setup | 12h |
| P1 – Content | Fotos & Reels filmen, Stories produzieren, Schnitt & Story | 5h |
| P2 – Sales | Outreach-Listen, Angebote formatieren | 5h |
| P3 – Events | Gäste After-Tufting, Bar & Empfang | 5h |
Schichtplan
| Person | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa* | So | Σ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Amit | 2h | 4h | 1h | 2h | 2h | – | 5h | 16h |
| Logistik-Mini | – | 3h | 2h | – | 2h | 1h | 2h | 12h |
| P1 – Content | – | 2h | – | – | 2h | – | 1h | 5h |
| P2 – Sales | – | – | 1h | 2h | 2h | – | – | 5h |
| P3 – Events | – | – | 1h | – | – | 2h | 2h | 5h |
| Std./Tag | 2h | 9h | 5h | 4h | 8h | 3h | 10h | 41h |
Sa* = 1×/Monat After-Tufting Event. Minijobler: 10h/Woche. n8n: Buchungen automatisiert.
Stage 3 — Wachstumsphase
August 2025 · 8 Events/Monat · 13.600 €/Monat
Finanzen / Monat
| Position | Betrag |
|---|---|
| Umsatz | 13.600 € |
| Direkte Kosten | – 5.651 € |
| Bruttogewinn | 7.949 € |
| Steuerpuffer 30% | – 2.385 € |
| Personalkosten | – 3.720 € |
| Monatsgewinn | 1.844 € |
Wochenrhythmus
Dienstag
Workshop-Tag I · 14h Team
Sonntag
Haupt-Workshop · 28h — alle aktiv
Samstag
2×/Monat: After-Tufting Event
Team-Zusammensetzung
- Lead A + B: 2 Minijobler, je 10h/Woche — Di + So Workshops leiten
- Content Creator: 1 Minijobler, 10h/Woche — Reels, Stories, Live-Content
- Logistik & Setup: 1 Minijobler, 10h/Woche — Material & Einkauf
- Sales & Vertrieb: B2B + Expansion, neue Standorte planen, Team coachen
- 3 Praktikanten: P1 Zusatz-Content · P2 B2B-Recherche · P3 Community
Rollen & Aufgaben
| Rolle | Aufgaben | Stunden/Woche |
|---|---|---|
| Lead A + B | Di + So Workshops leiten, Gäste anleiten & begeistern, Qualität sicherstellen, Feedback aufnehmen | je 10h |
| Content Creator | Reels & Stories produzieren, Live-Content So-Workshop, Captions & Posting-Kalender, Sa After-Tufting Content | 10h |
| Logistik & Setup | Material & Einkauf (Do), Getränke After-Tufting, Equipment pflegen, Di & So Setup | 10h |
| Sales, Vertrieb | B2B-Kunden gewinnen, Neue Standorte planen, Team coachen, Kooperationen aufbauen, B2B-Calls (Di + Mi), Strategie (Mi) | 10h |
| P1 – Content | Extra-Reels, Thumbnails | 5h |
| P2 + P3 | B2B-Recherche, Firmen, WhatsApp, Reviews, Stammgäste | je 5h |
Schichtplan
| Person | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa* | So | Σ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lead A | – | 4h | – | 2h | – | – | 4h | 10h |
| Lead B | – | 4h | – | 2h | – | – | 4h | 10h |
| Content | 2h | 1h | 2h | – | 2h | 3h | – | 10h |
| Logistik | – | 2h | 2h | 2h | – | 2h | 2h | 10h |
| Sales | 2h | 4h | 2h | – | 2h | – | – | 10h |
| P1 – Content | 2h | – | 2h | – | 1h | – | – | 5h |
| P2 + P3 | 2h | – | 1h | 2h | – | 1h | 2h | 10h |
| Std./Tag | 8h | 15h | 9h | 8h | 5h | 6h | 12h | 63h |
Rollenzuweisung via MeisterTask — jede Woche neu. Alle können sich selbst als Lead, Content Creator, Logistik oder Sales einschreiben.
Rücklagenstrategie
Operative Rücklagen — Euer Sicherheitsnetz
Event- und Kulturbetriebe haben strukturell schwankende Einnahmen, saisonale Risiken und hohe Vorleistungen. Ohne Puffer entstehen Liquiditätskrisen, die das gesamte Geschäftsmodell gefährden.
Risikofaktoren
| Risikofaktor | Mögliche Auswirkung |
|---|---|
| Schwankende Einnahmen | Monatelange Liquiditätslücken |
| Stornos / Ausfälle | Kurzfristiger Einnahmenausfall |
| Technikschäden | Unerwartete Ersatzkosten |
| Wetterrisiken (Outdoor) | Kompletter Eventausfall |
| Vorleistungspflicht | Kosten vor Einnahmen |
Rücklage-Ziel für Klangfeld
| Kostenart | mtl. Betrag | 3 Monate | 6 Monate |
|---|---|---|---|
| Ateliermiete / Lager | 500 € | 1.500 € | 3.000 € |
| Technik & Software | 350 € | 1.050 € | 2.100 € |
| Versicherungen | 150 € | 450 € | 900 € |
| Marketing | 300 € | 900 € | 1.800 € |
| Steuerberater | 200 € | 600 € | 1.200 € |
| Workshopkosten | 500 € | 1.500 € | 3.000 € |
| Gesamt | 2.000 € | 6.000 € | 12.000 € |
Die Holding-Struktur
Eine Holding ist eine Muttergesellschaft, die Anteile an operativen Töchtern hält. Gewinne können zwischen Kapitalgesellschaften zu ~95 % steuerfrei weitergegeben werden (§ 8b KStG). Kapital bleibt im System und arbeitet weiter.
Der Holding-Hebel im Vergleich
| Kennzahl | Ohne Holding | Mit Holding |
|---|---|---|
| Unternehmensgewinn | 100.000 € | 100.000 € |
| Nach Unternehmenssteuer (~30 %) | 70.000 € | 70.000 € |
| Weitere Ausschüttung | KapESt ~26 % | ~95 % steuerfrei an Holding |
| Investierbares Kapital | ~45.000–50.000 € | ~68.500 € |
| Differenz | – | +18.500–23.500 € |
Investmentstrategien
| Strategie | Rendite p.a. | Verdopplung | Risiko | Klangfeld-Relevanz |
|---|---|---|---|---|
| Tagesgeld / Geldmarkt | 2–4 % | 18–35 J. | Sehr gering | Kurzfristige Reserve |
| Welt-ETF (MSCI World) | 7–10 % | 7–10 J. | Mittel | Langfristige Basis |
| Immobilien | 6–12 % | 6–12 J. | Mittel | Kulturflächen (Phase 3) |
| Eigene Investitionen | 10–30 %+ | 2–7 J. | Mittelhoch | Marketing, Automatisierung |
| Beteiligungen | 15–50 %+ | 1,5–5 J. | Hoch | Künstler, Kulturprojekte |
Geld privat entnehmen — Die 3 Wege
1. GF-Gehalt
Monatliches Gehalt als Geschäftsführer. Einkommensteuer + Sozialabgaben. Empfehlung: Solides Grundgehalt — genug zum Leben, Rest bleibt im System.
2. Dividende
Gewinnausschüttung an Privatperson. KapESt ~26 % inkl. Soli. Empfehlung: Gezielte Sonderausschüttungen, nicht als Haupteinnahme.
3. Im System lassen
Gewinne verbleiben in der Holding für Investitionen. Nahezu 0 % Steuern (§ 8b KStG). Langfristig der stärkste Hebel für Vermögensaufbau.
Strategischer Fahrplan
Phase 1 — Stabilität (Jetzt)
| Maßnahme | Ziel | Wann |
|---|---|---|
| Operative Rücklagen aufbauen | 10.000–12.000 € liquide | So früh wie möglich |
| Workshops profitabel machen | Stabile Deckungsbeiträge | Stage 1–3 |
| Equipment besitzen statt leihen | Kostenreduktion & Margen | Ab Stage 2 |
| Buchhaltung & Steuerberater | Saubere Basis für Banken | Sofort |
| Prozesse standardisieren | Reproduzierbarkeit | Stage 1–2 |
Phase 2 — Wachstum (Stabile Umsätze)
| Maßnahme | Ziel | Wann |
|---|---|---|
| Regelmäßige Workshops | Wiederkehrende Einnahmen | Nach Stage 3 |
| Community-Mitgliedschaften | Planbare Cashflows | Ab Jahr 1 |
| Firmenworkshops B2B | Höhere Margen | Ab Jahr 1 |
| Förderungen & Kooperationen | Externe Finanzierung | Laufend |
| Kleiner Kreativraum/Atelier | Markenbindung | Ab ~15k Rücklagen |
Phase 3 — Vermögensaufbau (ab ~30k+ Gewinn)
| Maßnahme | Ziel | Wann |
|---|---|---|
| Holding-Struktur prüfen & einrichten | Steuereffizienz | Ab ~30k Gewinn |
| ETFs in der Holding | Langfristiger Ertrag | Sobald Holding steht |
| Immobilien (Kulturfläche) | Strukturelle Stabilität | Ab ~70k Gewinn |
| Markenrechte / IP aufbauen | Immaterieller Wert | Laufend |
| Eigene Eventtechnik | Kostenunabhängigkeit | Phase 2–3 |
Immobilien — Warum Klangfeld Räume besitzen sollte
Die Klangfeld-Marke lebt von Atmosphäre, Community und kreativen Räumen. Ein eigener Raum ist nicht nur Investment — er wird Teil der Marke.
| Kriterium | Mieten (Status quo) | Eigentum (Ziel) |
|---|---|---|
| Monatliche Kosten | 2.000–5.000 € | Kredittilgung (Vermögensaufbau) |
| Wer profitiert | Vermieter | Klangfeld UG / Holding |
| Planungssicherheit | Gering (Kündigung) | Hoch |
| Zusatzeinnahmen | Keine | Untervermieter möglich |
| Markenidentität | Begrenzt | Starke Bindung |
| Fördermöglichkeiten | Eingeschränkt | Kulturfläche → Förderbar |
Die 5 wichtigsten Erkenntnisse
Rücklagen zuerst
6.000–12.000 € operative Reserve ist das Fundament. Ohne Puffer kein Wachstum.
Steuern akzeptieren
Nicht minimieren — intelligent reinvestieren. Gewinn ist ein Zeichen von Gesundheit.
Holding ab ~30k Gewinn prüfen
Vorher sind Verwaltungskosten oft höher als der Steuervorteil.
Kapital im System lassen
Moderates Gehalt + Holding-Investitionen schlagen privates Ausbluten langfristig deutlich.
Räume als Asset
Langfristig sind eigene Kulturflächen ein zentraler Stabilitätsfaktor für Klangfeld.
Nächste Schritte
| # | Aktion | Priorität |
|---|---|---|
| 1 | Steuerberater mit Holding-Erfahrung finden & briefen | Hoch |
| 2 | Rücklagenkonto einrichten & 6k-Ziel setzen | Hoch |
| 3 | Monatliches GF-Gehalt festlegen | Mittel |
| 4 | Buchhaltungssoftware einführen (z. B. Lexware, Sevdesk) | Mittel |
| 5 | Förderanträge für Kulturprojekte prüfen (NRW, Köln) | Geplant |
| 6 | Holding-Struktur simulieren lassen (mit Steuerberater) | Ab ~30k Gewinn |
Finanzrechner
Der interaktive Finanzrechner ermöglicht es, verschiedene Szenarien für Personalkosten, Sparquoten und Wachstumsstufen durchzuspielen. Alle Berechnungen basieren auf den realen Klangfeld-Kostenpositionen.
| Kennzahl | Stage 1 – Juni | Stage 2 – Juli | Stage 3 – August |
|---|---|---|---|
| Events/Monat | 2× | 4× | 8× |
| Monatsumsatz | 2.000 € | 5.200 € | 13.600 € |
| Gesamtkosten | 2.645 € | 4.319 € | 7.467 € |
| Gewinn vor Steuern | -645 € | 881 € | 6.133 € |
| Netto nach Steuern | -645 € | 617 € | 4.293 € |
| Sparanteil (fix) | 0 € | 617 € | 3.435 € |
| Verbleibend | -645 € | 0 € | 859 € |