Versionen

Fehler beim Laden.
Klangfeld UG — Interne Dokumentation

Unternehmens­handbuch

Musik, Kunst und Menschen — organisch, offen, echt.
Version 1.1 · Stand Mai 2026 · Köln

Vision & Definition

Wer wir sind und wohin wir gehen
Leitbild

Was ist Klangfeld?

Wir verbinden Klang mit Kunst und schaffen Resonanz zwischen Gästen, Orten und Musik. — #nahbar #schön #echt

Klangfeld ist…

Klangfelds Vision

Wir verbinden Klang mit Kreativität und schaffen Resonanz zwischen Gästen, Performern und Orten.

Unsere Vision Klangfeld erschafft Räume, in denen Musik, Kunst und Menschen auf natürliche Weise zusammenkommen. Unsere Vision ist ein lebendiges Feld: organisch, offen, sinnlich, das Klang, Begegnung und Kreativität verbindet. Jedes Event ist ein Unikat, das wie ein Gemälde live entsteht: mit DJs, KünstlerInnen, Dekoration, Farben und Emotionen.

Klangfeld ermöglicht…

Orange Hellblau Grün
Über uns

Das Unternehmen Klangfeld

Wir sind Klangfeld — eine Initiative, die sich für Kultur, Musik und Klang einsetzt. Unsere Initiative besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die sich zweimal wöchentlich treffen.

Unsere Vision ist es, eine Brücke zwischen Kunst und Kreativität zu schaffen durch Resonanz zwischen Gästen, KünstlerInnen und Orten. Diese verwirklichen wir mit Live-Musik, interaktiven DIY-Ständen, Ausstellungen von Werken regionaler KünstlerInnen und dekorativer Raumgestaltung.

Die Arbeitsweise ist evolutionär-integral organisiert, bestehend aus Selbstführung und individueller Verantwortung. Entscheidungen werden dort getroffen, wo das meiste Wissen vorhanden ist — nicht entlang hierarchischer Strukturen.

Team

RollePerson
GeschäftsführerAmit
MitgliederAnastasia, Larissa, Burak,
Anastassija, Amit

MusikerInnen

Sean Koch · Ducky T. · Rafaella Vorschluze · Fernando Edelstein · Silvie Irani

KünstlerInnen

Jamileh Mehdi Araghis · Fernando Edelstein · weitere folgen

Wöchentliche Teamtreffen

Mittwochs 18–20 Uhr Präsenz und online

Kooperationspartner

  • Atelier333, Hoch2Werk
  • Kulturamt Köln, IFM e.V., Verdi
  • mitvergnuegenkoeln, Rausgegangen.de
  • GeheimtippKoeln

Marktanalyse

Angebot · Zielgruppe · Standort · Mitbewerber
Marktanalyse

Unser Angebot

Die Klangfeld UG ist eine Kulturplattform mit zwei Geschäftsbereichen:

1. Fester Kreativstandort

Regelmäßige Tufting-Workshops als wirtschaftliches Fundament. Planbarer Cashflow-Motor mit 3–4 stündigen Premium-Workshops für 10 Teilnehmende.

100–199 € Atelier333

2. Wanderndes Kulturformat

Kuratierte Eventreihe „Kunst, Klang & Kultur" als Marken- und Wachstumstreiber an wechselnden Locations.

Live-Musik DIY Community

Was genau wird verkauft?

Operativ

  • Workshop-Tickets
  • Eventtickets & Getränke
  • Kunstverkäufe & Kooperationen
  • Streaming (Spotify) von MusikerInnen

Emotional

  • Kreative Selbstwirksamkeit
  • Zugehörigkeit zu einer Szene
  • Zugang zu kuratierter Kultur
  • Ein alternatives Kulturerlebnis
Warum dieses Hybrid-Modell stark ist Viele Kreativplattformen scheitern, weil sie nur Events machen (unregelmäßiger Cashflow) oder nur Workshops (keine starke Marke). Klangfeld kombiniert beides: Tufting = Umsatz & Stabilität, Events = Marke & Reichweite.

Kernkompetenzen

1

Kuratierung und Atmosphäre

Klangfeld verbindet Kunst, Musik, Raumgestaltung und Workshop-Elemente zu einem ästhetisch durchdachten Gesamtsetting — weit über klassische DIY-Angebote hinaus.

2

Verbindung von Handwerk und Kultur

Handwerkliches Arbeiten (z.B. Tufting) im kulturellen Rahmen (Live-Musik, Ausstellungen, Community) erzeugt emotionalen Mehrwert und Identifikationspotenzial.

3

Netzwerkkompetenz

Bestehende Kooperationen mit regionalen KünstlerInnen, MusikerInnen und Locations ermöglichen abwechslungsreiche Formate und authentische kulturelle Inhalte.

4

Strukturierte Workshop-Konzeption

Klar kalkuliertes Kostenmodell mit definiertem Break-Even-Punkt, professioneller Materialrecherche und Preiskalkulation.

Unser Angebot

Kleidertausch

Der Klangfeld Kleidertausch verbindet Nachhaltigkeit mit Community-Erlebnis. In einer kuratieren Atmosphäre aus Musik, Licht und Begegnung tauschen Gäste Kleidung, die sie nicht mehr tragen — und nehmen neue Lieblingsstücke mit nach Hause.

Das Konzept Gäste bringen gut erhaltene Kleidungsstücke mit und erhalten dafür Tokens. Diese Tokens können sie gegen andere mitgebrachte Stücke eintauschen. So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf — ohne Geld, ohne Überkonsum.

Ablauf

1

Annahme & Bewertung

Gäste geben ihre Kleidung am Check-in ab. Jedes Stück wird gesichtet und mit einem Token bewertet. Nur saubere, gut erhaltene Kleidung wird angenommen.

2

Stöbern & Tauschen

Mit ihren Tokens stöbern die Gäste durch die kuratierte Auswahl. Kleidung ist nach Kategorien sortiert — von Streetwear bis Vintage. Eintauschen ist einfach: Token abgeben, Stück mitnehmen.

3

Community & Atmosphäre

Live-Musik, Drinks und gemütliche Ecken laden zum Verweilen ein. Der Kleidertausch ist nicht nur Shopping-Alternative — er ist Social Event.

4

Spende & Nachhaltigkeit

Nicht getauschte Stücke werden an lokale Hilfsorganisationen gespendet. Nichts wird weggeworfen — alles findet einen neuen Besitzer.

Warum Kleidertausch?

Nachhaltigkeit

Fast Fashion ist einer der größten Umweltsünder. Kleidertausch verlängert den Lebenszyklus von Textilien und reduziert Abfall.

Community

Der Tausch bringt Menschen zusammen, die Wert auf bewussten Konsum legen — und schafft Verbindungen über gemeinsame Werte.

Markenidentität

Kleidertausch passt perfekt zur Klangfeld-DNA: Kreativität, Kultur und Community — ohne kommerziellen Druck.

Token-System Das digitale Token-System ermöglicht eine faire, transparente Verteilung. Gäste sehen ihren Token-Stand in Echtzeit und können gezielt tauschen. Die Vergabe erfolgt automatisiert über ein Kanalbasiertes System mit vier Kategorien.
Unser Angebot

Tuft & Drink

Tuft & Drink ist das Kernprodukt von Klangfeld — ein Workshop-Format, das handwerkliche Kreativität mit einer entspannten Genuss-Atmosphäre verbindet. Teilnehmer tuften ihre eigenen Textilkunstwerke, während sie Drinks genießen und Live-Musik erleben.

Das Erlebnis Jeder Workshop ist ein Unikat: professionelle Tufting-Anleitung, hochwertige Materialien, kuratierte Musik und Getränke — alles in einer inspirierenden Location. Von der ersten Schlaufe bis zum fertigen Kunstwerk.

Workshop-Format

Dauer & Gruppengröße

Jeder Workshop dauert ca. 3–4 Stunden mit maximal 10 Teilnehmern pro Session. Kleine Gruppen garantieren persönliche Betreuung und Qualität.

Produkte

Drei Größen stehen zur Wahl: 20×20 cm (Einstieg), 50×70 cm (Standard) und 100×100 cm (Premium). Jedes Stück ist ein individuelles Kunstwerk.

After-Tufting

Nach dem Workshop wird gefeiert: After-Tufting Events mit Drinks, Musik und Community. Workshop-Teilnehmer haben freien Eintritt.

Produktpreise nach Stage

ProduktStage 1Stage 2Stage 3
20 × 20 cm70 €80 €
50 × 70 cm130 €170 €
100 × 100 cm160 €210 €
Ø Workshopeintritt (10 TN)1.000 €1.300 €1.700 €
Marktanalyse

Zielgruppe

Klangfeld begeistert, weil es drei Bedürfnisse gleichzeitig erfüllt:

Kreativität

Menschen wollen kreativ sein, aber wissen nicht wie. Klangfeld gibt ihnen Struktur, Anleitung, Materialien — und ein fertiges Ergebnis.

Echte Erlebnisse

Kreativität + Musik + Atmosphäre + Community + ein Erlebnis mit Output. Nicht nur instagramfähig — sondern identitätsstiftend.

Verbindung

Gesprächsanlässe, gemeinsames Tun, soziale Nähe ohne Zwang. Nicht nur Unterhaltung — sondern Beteiligung.

Diggi, weil ihr ein Abend bietet, an dem du etwas Eigenes erschaffst, Menschen triffst und Teil einer kreativen Szene wirst.

— Zitat vom Gast

Buyer Personas

SegmentProfilWas sie kaufen
B2C20–65 J., kreativ, urban, Social-Media-affin, Studierende & KreativbrancheSelbstwirksamkeit, Erlebnis, Community
B2BKreativagenturen, Startups, Mittelstand, HR-Abt., Co-WorkingTeambuilding, Kreativ-Workshops, Offsites
Marktanalyse

Standort — Köln-Sülz

Soziodemografie Nähe zur Universität zu Köln · Studierende & junge Akademiker · kreative und bildungsnahe Milieus · Atelierstrukturen & kleine Kulturorte
Zahlungsbereitschaft Sülz gilt als gut situiert, akademisch geprägt und kaufkraftstark — ideal für das Premiumsegment 100–200 €.
Markenfit Unsere Vision: organisch, bewusst, ästhetisch, verbindend. Sülz ist grün, ruhig, nachbarschaftlich. Nicht laut wie Ehrenfeld — sondern bewusst.
Strategisches Fazit Die Zielgruppe lebt dort · Kaufkraft passt · Hochschulnähe schafft Synergien · Nachbarschaft erlaubt langfristige Formate
Marktanalyse

Mitbewerber

Der DIY-Workshop-Markt in urbanen Räumen wie Köln ist dynamisch und teilweise trendgetrieben. Klangfeld differenziert sich durch das Hybrid-Modell (Tufting + Kulturformat) und den kuratorischen Anspruch — nicht über den Preis.

Alleinstellungsmerkmal Ein offenes Kulturprojekt, das Kunst, Musik und Mitgestaltung ohne hierarchische Strukturen zu einem interaktiven Erlebnis verbindet. BesucherInnen werden zu aktiven Mitgestaltenden.

Vertrieb

B2C · B2B · Member-Card · Schlüsselpartner
Vertrieb

B2C Vertrieb

Ansprache der Zielgruppen

Über eine Kombination aus digitaler und analoger Ansprache: Social Media (Instagram, Facebook, TikTok, Rausgegangen.de), Flyer an Hochschulen & Cafés, Kooperationen mit Kulturorten wie Atelier333 und Hoch2Werk.

KanalFrequenz / Details
Instagram2 Reels + 1 Beitrag wöchentlich
TikTok2 Reels + 1 Beitrag wöchentlich
Rausgegangen.deEintrag für Workshops + Tagestipp-Platzierung
Atelier333 KooperationAuflistung im Instagram-Kanal
FlyerUniversitäten, Cafés, lokale Geschäfte
HomepageBlogeintrag, Videos, Fotos

Member-Card

Eine Membercard kann extrem stark sein — aber nur, wenn sie richtig aufgebaut wird. Zu früh eingeführt, kann sie das Cashflow-Modell verwässern.

Supporter — 29 €/Monat

10 % Rabatt auf Workshops · Early-Bird-Zugang · kostenloser Event-Eintritt · 1 exklusives Member-Event/Jahr

Creator — 59 €/Monat

1 Workshop/Quartal inklusive · VIP-Zugang bei Events · Gästelisten-Vorteile · Member-Only-Abend

Jahreskarte — 249–349 €

2 Workshops inklusive · 4 Event-Eintritte · Prioritätsbuchung

Beispielrechnung 40 Member × 29 € = 1.160 €/Monat = 13.920 €/Jahr Grundumsatz — ohne einen einzigen Workshop verkauft.
Wann einführen? 1. Workshops stabil auf 8/Monat · 2. Community > 1.000 aktive Follower · 3. Wiederkehrende Teilnehmer sichtbar · 4. Dann Member-Card launchen
Vertrieb

B2B Vertrieb

Paket 1 — Standard

Creative Teambuilding · 3–4 Stunden · 10–15 Personen · Tufting Workshop + Getränke

1.800–2.200 €

Paket 2 — Premium

Culture Event · Workshop + Live-Musik + After-Get2gether · kuratiertes Setting

2.500–3.000 €

Paket 3 — Mobile Corporate

Wanderformat beim Kunden · individuelles Branding · Social-Media-Dokumentation

auf Anfrage

4-Phasen-Plan

1

Phase 1 (Tag 1–90) — Fundament & Testverkauf

3 B2B-Pakete definieren · Angebots-PDF erstellen · Landingpage aufbauen · CRM einrichten. Ziel: 1–2 Abschlüsse.

2

Phase 2 (Tag 91–180) — Rhythmus aufbauen

Wöchentlich: 1h LinkedIn, 1h Follow-up, 1 Gespräch. Monatsziel: 15–20 neue Kontakte, 5 Gespräche, 1 Abschluss.

3

Phase 3 (Tag 181–270) — Leichte Skalierung

Freelancer auf 15 % Provision einbinden. Ziel: 2–3 Abschlüsse/Monat, 30 % Wiederbuchungsquote.

4

Phase 4 (Tag 271–360) — Stabilisierung

Preise um 10 % erhöhen · Referenzen aktiv kommunizieren · monatliche KPI-Meetings · Jahresumsatzziel: 40.000–60.000 € B2B.

Vertrieb

Schlüsselpartner

Der Aufbau der Klangfeld UG wird maßgeblich durch ein belastbares Netzwerk aus KünstlerInnen, MusikerInnen, Kulturorten und institutionellen Partnern getragen.

PartnerKategorieMehrwert für Klangfeld
Atelier333, Hoch2WerkKulturortRäume, bestehende Netzwerke, Stammpublikum, atmosph. Umfeld
Jamileh Mehdi Araghis, Fernando Edelstein u.a.KünstlerInReichweite, Glaubwürdigkeit, kulturelle Tiefe
Sean Koch, Ducky T., DJ Bollechno u.a.MusikerInLive-Qualität, Community-Aktivierung
Kulturamt Köln, IFM e.V., HochschulenInstitutionellFörderstrukturen, junge Zielgruppen, Legitimation
Rausgegangen.de, Mitvergnügen KölnMedienRegionale Sichtbarkeit, Zielgruppenansprache

Rechtliches & Herausforderungen

Rechtsform · Risiken · Maßnahmen
Rechtliches

Rechtsform — UG (haftungsbeschränkt)

Die Klangfeld UG wird als Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gegründet. Diese Rechtsform ermöglicht haftungsbeschränkte Unternehmensstruktur bei geringem Stammkapital — geeignet für ein wachstumsorientiertes Kultur- und Eventunternehmen.

Pflichten

  • Jährliche Rücklagenbildung bis GmbH-Mindeststammkapital
  • Körperschaftssteuer & Gewerbesteuer
  • Buchführungs- & Bilanzierungspflicht
  • GEMA-Gebühren bei Musikdarbietungen
  • DSGVO: Datenschutzerklärung & Impressum

Gründungsschritte

1

Notarielle Beurkundung

Gesellschaftsvertrag

2

Handelsregistereintrag

Amtsgericht Köln

3

Gewerbeanmeldung

Ordnungsamt der Stadt Köln

Versicherung Betriebshaftpflicht bzw. Veranstalterhaftpflichtversicherung erforderlich, um Personen- oder Sachschäden während Workshops und Events abzudecken.
Risikomanagement

Herausforderungen

Hauptrisiken

Auslastung

Unzureichende Workshop-Auslastung oder sinkende Zahlungsbereitschaft im Premiumsegment erzeugt Liquiditätsdruck.

B2B-Akquise

Firmenbudgets schwanken; Entscheidungen erfordern interne Freigaben. Akquise kann zeitintensiver sein als geplant.

Trendabhängigkeit

Tufting unterliegt Modezyklen. Bei abflachendem Interesse muss das Angebot weiterentwickelt werden.

Gegenmaßnahmen

1

Diversifikation

B2C + B2B kombinieren, um Einnahmequellen zu streuen.

2

Premium-Positionierung

Differenzierung über Qualität, Atmosphäre und kuratorischen Anspruch — nicht über den Preis.

3

Vertragsregelung

Kooperationen klar regeln, Anzahlungen bei Firmenkunden vereinbaren.

4

Liquiditätspuffer

Aufbau eines Puffers für saisonale Schwankungen.

5

Portfolio-Erweiterung

Workshop-Portfolio mittelfristig um weitere Formate ergänzen.

6

KPI-Tracking

Regelmäßige Evaluation der Auslastung und disziplinierte Kostenkontrolle.

Unternehmenswerte

Selbstführung · Ganzheit · Sinn & Leidenschaft
Leitbild

Unsere Werte

Unternehmenswerte sind gemeinsame Leitplanken für Entscheidungen, Zusammenarbeit und Verhalten im Alltag. Sie geben Orientierung in Prioritäten, setzen klare Erwartungen an Führung und Teamarbeit und sorgen für konsistentes Auftreten nach innen und außen.

Selbstführung

Eigenverantwortung, Vertrauen, kollektive Intelligenz — Entscheidungen dort treffen, wo Wissen vorhanden ist.

Ganzheit (Authentizität)

Emotional sichere Arbeitsumgebung, in der sich alle authentisch verhalten und ganz zeigen können.

Sinn & Leidenschaft

Aufgaben aus innerer Überzeugung übernehmen — der Antrieb ist Leidenschaft, nicht Zwang.

Umsetzung im Alltag

Werte

Selbstführung

Vertrauen

Unsere Beziehung beruht auf der Annahme positiver Absicht. Bis uns das Gegenteil bewiesen wurde, ist das Vertrauen in KollegInnen die Grundhaltung in unseren Begegnungen. Freiheit und Verantwortlichkeit sind zwei Seiten einer Medaille.

Information und Entscheidungsfindung

Verantwortung und Rechenschaftspflicht

Häufige Missverständnisse bei Selbstführung

Missverständnis 1: „Es gibt keine Struktur" Selbstführung arbeitet mit einem ineinandergreifenden System von Strukturen, Prozessen und Praktiken — Form folgt den Bedürfnissen, Rollen werden flexibel getauscht.
Missverständnis 2: „Alle sind gleich" Es geht nicht darum, alle Mitarbeitenden gleich zu machen. Das Ziel besteht darin, dass alle ihr stärkstes und gesündestes Selbst zum Ausdruck bringen. Macht ist kein Nullsummenspiel.
Werte

Ganzheit (Authentizität)

Gleicher Wert

Wir haben alle fundamental den gleichen Wert. Unsere Gemeinschaft wird bereichert, wenn alle Mitglieder in ihrer eigenen Weise dazu beitragen — Unterschiede (Rollen, Hintergrund, Interessen) werden anerkannt.

Sichere und fürsorgliche Arbeitsumgebung

Wir können jeder Situation aus Angst und Distanz oder aus Liebe und Verbundenheit begegnen. Wir entscheiden uns für Liebe und Verbundenheit.

Besonderen Wert haben für uns Liebe · Fürsorge · Anerkennung · Dankbarkeit · Neugier · Spaß · Verspieltheit · Angst · Trauer — Wir haben kein Problem mit Worten wie Fürsorge, Liebe, Leidenschaft, Sinn und Seele am Arbeitsplatz.

Lernen

Beziehungen und Konflikte

Werte

Sinn & Leidenschaft

Kollektiver Sinn

Wir sind der Ansicht, dass die Organisation eine Seele und einen eigenen Sinn hat. Wir versuchen zu hören, wohin die Organisation gehen möchte — und drängen ihr keine Richtung auf.

Individueller Sinn

Gewinn folgt Sinn Auf längere Sicht gibt es keinen Widerspruch zwischen Sinn und Profit. Wenn wir uns auf den Sinn fokussieren, werden die Profite folgen.
Werte

Selbstbild

Können wir Organisationen schaffen, die frei sind von politischen Grabenkämpfen, Bürokratie und Konkurrenz; frei von Stress und Burnout; frei von Resignation und Teilnahmslosigkeit? Wir sagen ja!

Klassische Annahmen — Mitarbeitende sind…

  • faul, wenn unbeobachtet
  • nur geldgetrieben
  • nicht für wichtige Entscheidungen geeignet
  • austauschbare Maschinenteile
Klangfeld-Annahme — Mitarbeitende sind… kreative, vertrauenswürdige Erwachsene · verantwortlich für ihre Entscheidungen · fehlerhaft, aber lernend · einzigartig · möchten einen positiven Beitrag leisten
Ohne Glück keine Leistung Um Glücklich zu sein → motiviert sein → verantwortlich sein → wissen, warum und für wen wir arbeiten, und die Freiheit haben zu entscheiden, wie wir arbeiten.

Entscheidungsfindung & Kommunikation

Beratungsprozess · Konfliktlösung · GFK · Feedback · Gehalt
Entscheidungsfindung

Beratungsprozess

Prinzipiell kann jeder Mitarbeitende in der Organisation jede Entscheidung treffen. Davor muss sich dieser Mitarbeitende aber den Rat aller davon betroffenen Mitarbeitenden und von ExpertInnen einholen.

Wichtig Der Mitarbeitende ist nicht verpflichtet, jeden Ratschlag anzunehmen. Er muss sich aber Rat suchen und gründlich darüber nachdenken. Je größer die Entscheidung, desto weiter das Netz.

Vorteile gegenüber Hierarchie & Konsens

1

Lerneffekt

Menschen, die um Rat gefragt werden, beschäftigen sich mit der Frage — Informationen werden geteilt und stärken das Gemeinschaftsgefühl.

2

Demut und Verbindung

Um Rat zu bitten ist ein Akt der Demut: „Ich brauche dich." Dies erzeugt intensivere Beziehungen.

3

Bessere Entscheidungen

Die Person trifft die Entscheidung mit dem größten Vorteil: sie kennt das Thema am besten und muss mit den Konsequenzen leben.

4

Verantwortungsklarheit

Die Verantwortung bleibt klar bei der Person, die die Entscheidung trifft — kein Konsens-Verwässerungseffekt.

5

Initiative und Kreativität

Der Prozess stimuliert Eigeninitiative — verstärkt durch die Weisheit sachkundiger KollegInnen.

Entscheidungsfindung

Konfliktlösung

1

Zweiergespräch

Beide Parteien versuchen das Problem unter sich zu lösen. Der Initiator äußert eine klare Bitte (keine Forderung) — gewaltfreie Kommunikation eignet sich hier besonders.

2

Vermittlung

Falls keine Einigung: ein vertrauenswürdiger Kollege wird als Vermittler nominiert. Er kann keine Lösung vorschreiben, sondern nur unterstützen.

3

KollegInnen-Gremium

Ein Gremium betroffener KollegInnen wird versammelt. Sie hören zu und helfen bei der Formulierung einer Übereinkunft.

4

Geschäftsführer

Amit kann zur Verstärkung des moralischen Gewichts hinzugezogen werden.

5

Vertragsbeendigung

In seltenen Fällen kann das Team Amit bitten, den Vertrag mit dem betreffenden Mitarbeitenden zu beenden.

Kommunikation

Offene Kommunikation

Es gibt bei Klangfeld keine unwichtigen Menschen. Jeder darf erwarten, jederzeit Zugang zu allen Informationen zu haben: Finanzen, Gehälter, Tätigkeitsbereiche aller Mitarbeitenden.

Warum radikale Transparenz? In der Abwesenheit von Hierarchie müssen sich selbstführende Teams alle Informationen bekommen. Jede Information, die geheimgehalten wird, führt zu Verdächtigungen — und Verdächtigungen sind Gift für das Vertrauen.

Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

Die GFK ist ein Kommunikationsmodell von Marshall B. Rosenberg. Ziel: Gespräche ehrlich und empathisch führen — besonders in schwierigen Situationen.

1

Beobachtung (ohne Bewertung)

Was sehe oder höre ich konkret, ohne zu interpretieren? „Du hast während unseres Gesprächs dein Handy dreimal in die Hand genommen."

2

Gefühl (nicht Gedanke!)

Was fühle ich in dieser Situation? „Ich fühle mich irritiert und etwas traurig."

3

Bedürfnis

Welches Bedürfnis steckt dahinter? „Ich wünsche mir Aufmerksamkeit und echten Kontakt."

4

Bitte (klar & machbar)

Was wünsche ich mir konkret? „Wärst du bereit, dein Handy für unser Gespräch zur Seite zu legen?"

Praxisbeispiel Statt: „Du bist nie pünktlich, das nervt!"

GFK: „Als du heute 20 Minuten später gekommen bist (1), war ich frustriert (2), weil mir Zuverlässigkeit wichtig ist (3). Wärst du beim nächsten Mal bereit, mir kurz zu schreiben, wenn du dich verspätest? (4)"
Kommunikation

Feedback-Prozess

1

Selbstreflexion

Der Mitarbeitende reflektiert über die eigene Leistung und Ziele anhand einer Frageliste.

2

KollegInnen-Feedback

Die Runde beginnt mit einer Minute Stille. Jede KollegIn beantwortet zwei Fragen:

  • „Was schätze ich besonders an der Zusammenarbeit mit dir?"
  • „In welchem Bereich sehe ich Möglichkeiten für Veränderung und Entwicklung?"
3

Vertiefung

Reflexion über die Aussagen der KollegInnen: Was nehme ich mit? Was habe ich gelernt? Worauf möchte ich in Zukunft achten?

Kommunikation

Gehalt

Um das Gehalt festzulegen, werden alle KollegInnen einmal im Jahr gebeten, die KollegInnen zu bewerten, mit denen sie gearbeitet haben — mit zwei Fragen:

Frage 1 „Diese Person gibt (viel) mehr oder (viel) weniger als ich." — Skala von −3 bis +3. Wichtig: Mit „gibt mehr" ist Engagement gemeint, nicht Leistung!
Frage 2 „Diese Person verfügt über die Voraussetzungen, um mich zu bewerten." — Skala von −3 bis +3.

Ein einfacher Algorithmus verarbeitet die Antworten und ordnet KollegInnen in Gehaltsstufen ein. Der Geschäftsführer darf maximal das 10-fache des Gehalts des am wenigsten bezahlten Mitarbeitenden bekommen.

Organisationsstruktur

Führung · Rolle des CEO · Prozesse
Struktur

Vergleich: Klassisch vs. Klangfeld

Anhand dieses Kapitels wird die Struktur Klangfelds im Vergleich zu gewöhnlichen Unternehmensstrukturen verdeutlicht.

BereichKonventionellKlangfeld
FührungHierarchische BefehlsketteVerteilte Entscheidungsmacht
EntscheidungenVon oben nach untenBeratungsprozess
InformationNeed-to-knowVollständige Transparenz
RollenFeste StellenbeschreibungenFlexible, wechselnde Rollen
KonfliktEskalation zu VorgesetztenPeer-Mediation, 5-Stufen-Prozess
GehaltVorgesetzte entscheidenKollegInnen-Bewertung
MeetingsStatusberichte nach obenBoarding, Review, Retro
Struktur

Rolle von Amit als CEO

In selbstführenden Organisationen sind Geschäftsführende zugleich weniger wichtig und wichtiger als in herkömmlichen Organisationen — sie haben ihre hierarchische Macht aufgegeben.

Aufgaben des CEO
  • Gesicht des Unternehmens nach außen
  • Raum für evolutionäre Abläufe schaffen
  • Klassische Managementpraktiken abwehren
  • Vorbild für integrale, evolutionäre Perspektive sein
KEINE Aufgaben des CEO
  • Keine Budgets bewilligen
  • Kein Leitungsteam führen
  • Keine Top-Down-Strategien
  • Keine Konflikte schlichten (nur als letzte Stufe)
  • Keine Beförderungen festlegen

Die Gründenden selbstführender Organisationen haben keine hierarchische Macht, aber tragen moralische Autorität. Mitarbeitende beobachten: „Meint er es ernst? Richtet er sich nach denselben Regeln wie alle anderen?"

Meeting-Formate

Boarding · Review · Retro · Werte · Governance · Lean Coffee · ZDF
Meetings

Übersicht der Meeting-Formate

Boarding
Wöchentlich

Gemeinsame Beobachtung und Bearbeitung führungsrelevanter Aktivitäten über ein Kanban-Board. Dauer: ca. 1 Stunde.

Review
Bei Bedarf

Begutachtung von Arbeitsergebnissen — nur echte, beobachtbare Ergebnisse zählen. „Fast fertig" gilt nicht.

Retrospektive
Bei Bedarf

Reflexion der Zusammenarbeit und Arbeitsprozesse — wie wurde gearbeitet, nicht was wurde erreicht.

Werte-Meeting
Quartalsweise · freiwillig

Mitglieder besprechen Fragen zur Umsetzung der Werte und mögliche Weiterentwicklung — damit Werte am Leben bleiben.

Governance Meeting
Monatlich · freiwillig

Spezifische Treffen für Fragen zu Rollen und Zusammenarbeit — abseits der konkreten Arbeit.

Lean Coffee
Bei Bedarf · freiwillig

Strukturierter Diskussionsmarktplatz: In kurzer Zeit viele Themen teilen. Nur interessante Themen bekommen Verlängerung.

ZDF-Jour fixe
Quartalsweise · freiwillig

Zahlen, Daten und Fakten: Alle Mitarbeitenden erhalten Einblick in die wichtigsten KPIs. Reine Informationsveranstaltung, 15–30 Min.

Meeting-Detail

Boarding — Wöchentlich

Das Boarding dient der gemeinsamen Beobachtung führungsrelevanter Aktivitäten. Dargestellt werden strategische, operative und organisationale Inhalte über ein Kanban-Board in MeisterTask.

Kanban-Spalten

SpalteFunktion
BrainstormingSammelplatz für spontane Ideen und Anregungen — ohne Zuweisung, niedrigschwellig
VorbereitenAus vager Idee einen konkreten Nutzen und nächsten Schritt ableiten
UmsetzenKarten mit überschaubarem nächsten Schritt, gerade in Bearbeitung
BewertenErgebnis inhaltlich bewerten und Vorgehensweise reflektieren
BeendetKeine weiteren Handlungen — auch aufgegebene Vorhaben landen hier
Warum „rechts nach links" beim Board? Fokus auf Fertigstellung statt Starten · Blockaden früh erkennen · WIP begrenzen · Flow optimieren. Aufgaben werden gezogen, nicht verteilt.

Meeting-Ablauf

1

Moderator wählen

Rotierend unter den Mitgliedern.

2

Check-In Runde

Jedes Mitglied teilt kurz, wie es ihm geht und was es einbringen kann.

3

Board durchgehen (rechts → links)

Von „Beendet" bis „Brainstorming" — Engpässe sichtbar machen.

4

Check-Out Runde

Was nehme ich mit? Welchen nächsten Schritt gehe ich?

Meeting-Detail

Review

Ein Review ist ein Arbeitstreffen zur Begutachtung von Arbeitsergebnissen — keine Schulterklopf-Runde. Es zählen nur echte, nachweisbare Anwendungsfälle.

1

Information

Welcher Nutzen sollte geschaffen werden? Was wurde tatsächlich erreicht? Was fehlt?

2

Inspektion

Wie bewerten Nutzer/Betroffene das Ergebnis? Welchen Mehrwert hat es gebracht?

3

Adaption

Was muss integriert werden? Was sollte dazukommen? Wünschenswerte nächste Schritte?

Meeting-Detail

Retrospektive

Eine Retrospektive reflektiert Zusammenarbeit und Arbeitsprozesse — das WIE, nicht das WAS. Moderiert von jemanden außerhalb des Beratungsprozesses.

1

Informationen sichten

Zahlen, Daten, Fakten, Impressionen aus dem Betrachtungszeitraum vorstellen.

2

Hypothesen bilden

Verschiedene Sichtweisen nebeneinanderlegen. Wie ist es dazu gekommen? Worauf sind wir stolz?

3

Handlungsoptionen priorisieren

Veränderungsideen entwickeln und priorisieren — in die „Brainstorming"-Spalte beim Boarding schieben.

4

Check-Out

Meeting-Detail

Werte-Meeting — Quartalsweise

Alle Mitglieder werden eingeladen, Fragen bezüglich der Umsetzung der Werte am Arbeitsplatz anzusprechen — oder Veränderungen vorzuschlagen. So können die Werte am Leben gehalten werden.

Warum regelmäßig? In herkömmlichen Unternehmen bespricht man Werte beim Onboarding und danach nie wieder. Die Werte geraten außer Sicht. Das gilt es bei Klangfeld zu vermeiden.
Meeting-Detail

Governance Meeting — Monatlich

Governance Meetings behandeln nur Fragen zu Rollen und Zusammenarbeit — keine konkreten Arbeitsthemen. Jedes Mitglied kann jederzeit ein zusätzliches Treffen anfragen.

Ablauf

1

Neuer Vorschlag

Der Vorschlagende beschreibt Vorschlag und das Problem, das gelöst werden soll.

2

Verständnisfragen

Klärung ohne Reaktionen — nur Informationen sammeln.

3

Reaktionsrunde

Jeder reagiert — aber noch keine Diskussion.

4

Verbessern & Klären

Der Vorschlagende kann den Vorschlag basierend auf den Reaktionen anpassen.

5

Einwandsrunde

„Seht ihr Gründe, warum dieser Vorschlag Schaden anrichten könnte?" Ohne Einwände: Vorschlag angenommen.

6

Integration

Wenn Einwände: offene Diskussion für einen veränderten Vorschlag, der alle Einwände ausräumt.

Meeting-Detail

Lean Coffee — Diskussionsmarktplatz

Strukturierter, zeiteffizienter, offener Austausch für alle Anliegen, die keine unmittelbare Entscheidung beinhalten — Ideen erzählen, Fragen stellen, Bemerkenswertes berichten.

Ablauf

Start

  • Moderator sammelt Themen auf Flipchart/Klebezettel
  • Kurze Vorstellung jedes Themas (1–2 Sätze)
  • Abstimmung per Handzeichen (max. 3 Stimmen pro Person)
  • Themen nach Priorität sortieren

Hauptteil

  • Jedes Thema erhält initial gleiche Zeit (z.B. 8 Min.)
  • Daumen hoch = 2 Min. Verlängerung · Daumen runter = weiter
  • Max. 2 Verlängerungen pro Thema
  • Keine Entscheidungen im Lean Coffee!
Meeting-Detail

ZDF-Jour fixe — Zahlen, Daten, Fakten

Alle Mitarbeitenden erhalten regelmäßig Einblick in die wichtigsten Zahlen. Reine Informationsveranstaltung. Dauer: 15–30 Min. pro Quartal.

Inhalte

Nutzen Offenlegung von Zahlen macht Entscheidungen nachvollziehbarer und aktiviert die Eigenverantwortung der Kollegenschaft.

Finanzen

Dashboard 2026 · Budgetpläne · KPIs
Finanzen

Warum brauchen wir Finanzberichte?

Transparenz

Klare Darstellung von Einnahmen, Ausgaben, Gewinnen und Verlusten als Grundlage zur Bewertung der Unternehmensleistung.

Entscheidungsfindung

Wichtige Daten helfen, zukünftige Strategien zu planen, Budgets festzulegen und Ressourcen effizient zu allozieren.

Performance-Überwachung

Regelmäßige Berichte ermöglichen es, Problembereiche frühzeitig zu identifizieren und korrigierende Maßnahmen einzuleiten.

Finanzen

Finanz-Dashboard 2026

Jahresübersicht

Gesamteinnahmen
20.495 €
Kumuliert 2026
Gesamtausgaben
−19.161 €
Kumuliert 2026
Cashflow
1.335 €
Netto 2026

Monatliche Einnahmen & Ausgaben (2026)

MonatEinnahmenAusgabenCashflow
Jan3.695 €3.895 €−200 €
Feb2.100 €2.100 €0 €
Mrz2.100 €2.100 €0 €
Apr2.100 €2.100 €0 €
Mai5.250 €4.562 €+688 €
Jun5.250 €4.403 €+847 €

Hauptkostenblöcke

KostenartBetrag
Workshop-Material10.455 €
Gagen & Miete3.400 €
Verpflegung1.779 €
Öffentlichkeitsarbeit743 €
Dekoration / Technik1.995 €
Finanzen

Budgetpläne — Tufting Workshop

Jeder Workshop wird mit einem detaillierten Budgetplan kalkuliert. Hier eine Übersicht der Entwicklung über die Veranstaltungen:

DatumGesamtausgabenBreak-Even (pro TN)Restschulden
01.05.261.995 €194,51 €1.345 €
15.05.262.226 €217,57 €1.176 €
01.06.262.056 €200,63 €1.006 €
20.06.261.887 €183,69 €837 €
01.07.261.718 €166,75 €668 €
15.07.261.548 €149,81 €498 €
01.08.261.379 €132,87 €329 €
15.08.261.209 €115,93 €159 €
Trend Der Break-Even-Preis pro Teilnehmer sinkt von 194 € (Mai) auf 116 € (August), da die Investitionskosten für Material durch wiederholte Nutzung amortisiert werden.

Kostenpositionen je Workshop

Ausgaben

PositionBudget
Workshop-Material (Tufting)537–1.852 €
Raumkosten0–200 €
Öffentlichkeitsarbeit43,70 €
Verpflegung99,21 €

Einnahmen (After Party)

QuelleBetrag
Eintritt After Party10 Gäste × 5 €
Workshop-Tickets10 TN × Break-Even
Getränke-Einnahmevariabel
Hinweis Workshopteilnehmer und Abholer erhalten kostenlosen Eintritt für die After Party. Die Kosten für die After Party werden in dem Workshop-Finanzplan nicht miteingerechnet.

Wachstumsplan

Stage 1 · Stage 2 · Stage 3 — Team, Schichtplan & Wachstumsstufen
Wachstumsplan

Drei Wachstumsstufen im Überblick

Von der Anlauf- bis zur Wachstumsphase — jede Stage ist profitabel. 3 Praktikanten je Stage (je 5h/Woche, kostenfrei, Studienpflichtpraktikum). n8n automatisiert Buchungen, Erinnerungen & Reporting.

Stage 1 — Anlaufphase

Juni 2025
2 Workshops/Monat
· 2.000 € Umsatz
Gewinn: 190 €/Monat
Team: Amit + 3 Praktikanten
0 € Personalkosten. Alle arbeiten ehrenamtlich.

Stage 2 — Aufbauphase

Juli 2025
4 Workshops/Monat
· 5.200 € Umsatz
Gewinn: 537 €/Monat
Team: + 1 Logistik-Minijobler
930 € Personalkosten

Stage 3 — Wachstumsphase

August 2025
8 Workshops/Monat
· 13.600 € Umsatz
Gewinn: 1.844 €/Monat
Team: + 4 Minijobler
3.720 € Personalkosten

Wachstumsplan

Stage 1 — Anlaufphase

Juni 2025 · 2 Events/Monat · 2.000 €/Monat

Finanzen / Monat

PositionBetrag
Umsatz2.000 €
Direkte Kosten– 1.728 €
Bruttogewinn272 €
Steuerpuffer 30%– 82 €
Personalkosten0 €
Monatsgewinn190 €
✓ Klangfeld bleibt profitabel Bereits in Stage 1 erwirtschaftet Klangfeld einen positiven Gewinn — ohne Personalkosten.

Wochenrhythmus

Dienstag

frei

Sonntag

2×/Monat: Haupt-Workshop

Montag & Donnerstag

Planung · Content · B2B · Outreach

Team-Zusammensetzung

Amit — alle Rollen (Solo, variabel, alle Aufgaben). Workshops leiten, Content erstellen, B2B aufbauen. (kein Lohn)

n8n Automatisierung Buchungsbestätigungen · 48h-Erinnerungen · Review-Bitten · Foto-Versand · Wochenreporting

Rollen & Aufgaben

RolleAufgabenStunden/Woche
AmitWorkshops leiten, Content & Social Media, B2B-Kontakte, Logistik & Setup, n8n Workflows, Wochenzahlen, Angebote, Kooperationen16h
P1 – ContentStories erstellen, Reels produzieren, Captions schreiben, Live-Content, Instagram posten5h
P2 – LogistikSetup vorbereiten, Abbau nach Workshop, Materialvorbereitung, So-Vorbereitung7h
P3 – CommunityDMs beantworten, Gäste empfangen, Community pflegen5h

Schichtplan

PersonMoDiMiDoFrSaSoΣ
Amit2h4h*1h2h2h5h*16h
P1 – Content2h2h1h5h
P2 – Logistik2h*2h*7h
P3 – Community2h3h*5h
Std./Tag2h8h1h4h4h11h30h

* = nur an Event-Tagen (2×/Monat). Rollenzuweisung via MeisterTask — jede Woche neu.

Wachstumsplan

Stage 2 — Aufbauphase

Juli 2025 · 4 Events/Monat · 5.200 €/Monat

Finanzen / Monat

PositionBetrag
Umsatz5.200 €
Direkte Kosten– 3.103 €
Bruttogewinn2.097 €
Steuerpuffer 30%– 629 €
Personalkosten– 930 €
Monatsgewinn537 €
✓ Klangfeld bleibt profitabel Trotz erster Personalkosten wächst der Gewinn deutlich — durch höhere Eventfrequenz und steigende Preise.

Wochenrhythmus

Dienstag

Workshop-Tag · 14h Team gesamt

Sonntag

Haupt-Workshop · 28h Team

Samstag

1×/Monat: After-Tufting Event

Team-Zusammensetzung

Rollen & Aufgaben

RolleAufgabenStunden/Woche
Amit – LeadAlle 4 Workshops leiten, B2B-Outreach & Erstgespräche, Content-Strategie, After-Tufting koordinieren, Verkaufs-Sprint16h
Logistik-MiniMaterial & Einkauf, Di-Setup, Abbau, After-Tufting Event, So-Setup12h
P1 – ContentFotos & Reels filmen, Stories produzieren, Schnitt & Story5h
P2 – SalesOutreach-Listen, Angebote formatieren5h
P3 – EventsGäste After-Tufting, Bar & Empfang5h

Schichtplan

PersonMoDiMiDoFrSa*SoΣ
Amit2h4h1h2h2h5h16h
Logistik-Mini3h2h2h1h2h12h
P1 – Content2h2h1h5h
P2 – Sales1h2h2h5h
P3 – Events1h2h2h5h
Std./Tag2h9h5h4h8h3h10h41h

Sa* = 1×/Monat After-Tufting Event. Minijobler: 10h/Woche. n8n: Buchungen automatisiert.

Wachstumsplan

Stage 3 — Wachstumsphase

August 2025 · 8 Events/Monat · 13.600 €/Monat

Finanzen / Monat

PositionBetrag
Umsatz13.600 €
Direkte Kosten– 5.651 €
Bruttogewinn7.949 €
Steuerpuffer 30%– 2.385 €
Personalkosten– 3.720 €
Monatsgewinn1.844 €
✓ Klangfeld bleibt profitabel Mit 8 Events/Monat und einem eingespielten Team erwirtschaftet Klangfeld fast 1.900 € Monatsgewinn — die Basis für nachhaltiges Wachstum.

Wochenrhythmus

Dienstag

Workshop-Tag I · 14h Team

Sonntag

Haupt-Workshop · 28h — alle aktiv

Samstag

2×/Monat: After-Tufting Event

Team-Zusammensetzung

Rollen & Aufgaben

RolleAufgabenStunden/Woche
Lead A + BDi + So Workshops leiten, Gäste anleiten & begeistern, Qualität sicherstellen, Feedback aufnehmenje 10h
Content CreatorReels & Stories produzieren, Live-Content So-Workshop, Captions & Posting-Kalender, Sa After-Tufting Content10h
Logistik & SetupMaterial & Einkauf (Do), Getränke After-Tufting, Equipment pflegen, Di & So Setup10h
Sales, VertriebB2B-Kunden gewinnen, Neue Standorte planen, Team coachen, Kooperationen aufbauen, B2B-Calls (Di + Mi), Strategie (Mi)10h
P1 – ContentExtra-Reels, Thumbnails5h
P2 + P3B2B-Recherche, Firmen, WhatsApp, Reviews, Stammgästeje 5h

Schichtplan

PersonMoDiMiDoFrSa*SoΣ
Lead A4h2h4h10h
Lead B4h2h4h10h
Content2h1h2h2h3h10h
Logistik2h2h2h2h2h10h
Sales2h4h2h2h10h
P1 – Content2h2h1h5h
P2 + P32h1h2h1h2h10h
Std./Tag8h15h9h8h5h6h12h63h

Rollenzuweisung via MeisterTask — jede Woche neu. Alle können sich selbst als Lead, Content Creator, Logistik oder Sales einschreiben.

Rücklagenstrategie

Operative Rücklagen · Holding-Struktur · Investmentstrategie · Fahrplan
Rücklagenstrategie

Operative Rücklagen — Euer Sicherheitsnetz

Event- und Kulturbetriebe haben strukturell schwankende Einnahmen, saisonale Risiken und hohe Vorleistungen. Ohne Puffer entstehen Liquiditätskrisen, die das gesamte Geschäftsmodell gefährden.

Risikofaktoren

RisikofaktorMögliche Auswirkung
Schwankende EinnahmenMonatelange Liquiditätslücken
Stornos / AusfälleKurzfristiger Einnahmenausfall
TechnikschädenUnerwartete Ersatzkosten
Wetterrisiken (Outdoor)Kompletter Eventausfall
VorleistungspflichtKosten vor Einnahmen

Rücklage-Ziel für Klangfeld

Kostenartmtl. Betrag3 Monate6 Monate
Ateliermiete / Lager500 €1.500 €3.000 €
Technik & Software350 €1.050 €2.100 €
Versicherungen150 €450 €900 €
Marketing300 €900 €1.800 €
Steuerberater200 €600 €1.200 €
Workshopkosten500 €1.500 €3.000 €
Gesamt2.000 €6.000 €12.000 €
Ziel Mindestens 6.000 € (3 Monate) als eiserne Reserve. Angestrebt werden 10.000–12.000 € als 6-Monats-Puffer.
Rücklagenstrategie

Die Holding-Struktur

Eine Holding ist eine Muttergesellschaft, die Anteile an operativen Töchtern hält. Gewinne können zwischen Kapitalgesellschaften zu ~95 % steuerfrei weitergegeben werden (§ 8b KStG). Kapital bleibt im System und arbeitet weiter.

Der Holding-Hebel im Vergleich

KennzahlOhne HoldingMit Holding
Unternehmensgewinn100.000 €100.000 €
Nach Unternehmenssteuer (~30 %)70.000 €70.000 €
Weitere AusschüttungKapESt ~26 %~95 % steuerfrei an Holding
Investierbares Kapital~45.000–50.000 €~68.500 €
Differenz+18.500–23.500 €
72er-Regel Verdopplungszeit ≈ 72 ÷ Rendite p.a. — Bei 8 % p.a. verdoppelt sich Kapital in ca. 9 Jahren. Der Holding-Hebel verstärkt diesen Effekt erheblich.

Investmentstrategien

StrategieRendite p.a.VerdopplungRisikoKlangfeld-Relevanz
Tagesgeld / Geldmarkt2–4 %18–35 J.Sehr geringKurzfristige Reserve
Welt-ETF (MSCI World)7–10 %7–10 J.MittelLangfristige Basis
Immobilien6–12 %6–12 J.MittelKulturflächen (Phase 3)
Eigene Investitionen10–30 %+2–7 J.MittelhochMarketing, Automatisierung
Beteiligungen15–50 %+1,5–5 J.HochKünstler, Kulturprojekte
Rücklagenstrategie

Geld privat entnehmen — Die 3 Wege

1. GF-Gehalt

Monatliches Gehalt als Geschäftsführer. Einkommensteuer + Sozialabgaben. Empfehlung: Solides Grundgehalt — genug zum Leben, Rest bleibt im System.

2. Dividende

Gewinnausschüttung an Privatperson. KapESt ~26 % inkl. Soli. Empfehlung: Gezielte Sonderausschüttungen, nicht als Haupteinnahme.

3. Im System lassen

Gewinne verbleiben in der Holding für Investitionen. Nahezu 0 % Steuern (§ 8b KStG). Langfristig der stärkste Hebel für Vermögensaufbau.

Optimales Modell Fixes Gehalt (privater Bedarf gedeckt) + gelegentliche Dividenden + Großteil der Gewinne bleibt in der Holding für Investitionen und Vermögensaufbau.
Rücklagenstrategie

Strategischer Fahrplan

Phase 1 — Stabilität (Jetzt)

MaßnahmeZielWann
Operative Rücklagen aufbauen10.000–12.000 € liquideSo früh wie möglich
Workshops profitabel machenStabile DeckungsbeiträgeStage 1–3
Equipment besitzen statt leihenKostenreduktion & MargenAb Stage 2
Buchhaltung & SteuerberaterSaubere Basis für BankenSofort
Prozesse standardisierenReproduzierbarkeitStage 1–2

Phase 2 — Wachstum (Stabile Umsätze)

MaßnahmeZielWann
Regelmäßige WorkshopsWiederkehrende EinnahmenNach Stage 3
Community-MitgliedschaftenPlanbare CashflowsAb Jahr 1
Firmenworkshops B2BHöhere MargenAb Jahr 1
Förderungen & KooperationenExterne FinanzierungLaufend
Kleiner Kreativraum/AtelierMarkenbindungAb ~15k Rücklagen

Phase 3 — Vermögensaufbau (ab ~30k+ Gewinn)

MaßnahmeZielWann
Holding-Struktur prüfen & einrichtenSteuereffizienzAb ~30k Gewinn
ETFs in der HoldingLangfristiger ErtragSobald Holding steht
Immobilien (Kulturfläche)Strukturelle StabilitätAb ~70k Gewinn
Markenrechte / IP aufbauenImmaterieller WertLaufend
Eigene EventtechnikKostenunabhängigkeitPhase 2–3
Rücklagenstrategie

Immobilien — Warum Klangfeld Räume besitzen sollte

Die Klangfeld-Marke lebt von Atmosphäre, Community und kreativen Räumen. Ein eigener Raum ist nicht nur Investment — er wird Teil der Marke.

KriteriumMieten (Status quo)Eigentum (Ziel)
Monatliche Kosten2.000–5.000 €Kredittilgung (Vermögensaufbau)
Wer profitiertVermieterKlangfeld UG / Holding
PlanungssicherheitGering (Kündigung)Hoch
ZusatzeinnahmenKeineUntervermieter möglich
MarkenidentitätBegrenztStarke Bindung
FördermöglichkeitenEingeschränktKulturfläche → Förderbar
Empfehlung Erst wenn Phase 1 & 2 abgeschlossen sind — stabile Cashflows, saubere Buchhaltung, 15k+ Rücklagen. Dann: Kleines Atelier oder Mischobjekt als erstes Objekt, nicht die große Eventhalle.

Die 5 wichtigsten Erkenntnisse

1

Rücklagen zuerst

6.000–12.000 € operative Reserve ist das Fundament. Ohne Puffer kein Wachstum.

2

Steuern akzeptieren

Nicht minimieren — intelligent reinvestieren. Gewinn ist ein Zeichen von Gesundheit.

3

Holding ab ~30k Gewinn prüfen

Vorher sind Verwaltungskosten oft höher als der Steuervorteil.

4

Kapital im System lassen

Moderates Gehalt + Holding-Investitionen schlagen privates Ausbluten langfristig deutlich.

5

Räume als Asset

Langfristig sind eigene Kulturflächen ein zentraler Stabilitätsfaktor für Klangfeld.

Nächste Schritte

#AktionPriorität
1Steuerberater mit Holding-Erfahrung finden & briefenHoch
2Rücklagenkonto einrichten & 6k-Ziel setzenHoch
3Monatliches GF-Gehalt festlegenMittel
4Buchhaltungssoftware einführen (z. B. Lexware, Sevdesk)Mittel
5Förderanträge für Kulturprojekte prüfen (NRW, Köln)Geplant
6Holding-Struktur simulieren lassen (mit Steuerberater)Ab ~30k Gewinn
Hinweis Dieses Dokument dient der strategischen Orientierung. Alle steuerlichen Maßnahmen sind vor Umsetzung mit einem qualifizierten Steuerberater abzustimmen.
Rücklagenstrategie

Finanzrechner

Der interaktive Finanzrechner ermöglicht es, verschiedene Szenarien für Personalkosten, Sparquoten und Wachstumsstufen durchzuspielen. Alle Berechnungen basieren auf den realen Klangfeld-Kostenpositionen.

Interaktiv Bewege die Regler um unterschiedliche Szenarien zu simulieren. Die Berechnungen aktualisieren sich in Echtzeit.
Personal (je 10h/Woche)
Minijobler Anzahl
1 Person
Werkstudenten Anzahl
0 Personen

Sonstige Einnahmen
Zusatzeinnahmen pro Monat
100 €

Aktuelle Stage auswählen
Stage 1
Juni · 2× Events
Stage 2
Juli · 4× Events
Stage 3
August · 8× Events

Monatsdetails
Stage 2 — Juli — 4 Events/Monat
617 € Netto/Monat
Monatsumsatz
5.200 €
Gewinn vor Steuern
881 €
Netto nach Steuern
617 €
Workshop-Einnahmen (4× 1.300 €)5.200 €
+ Sonstige Einnahmen+ 100 €
− Technikkosten (monatlich fix)218 €
− Marketing & Verpflegung735 €
− Material2.151 €
− Raummiete600 €
− Personalkosten716 €
= Gewinn vor Steuern881 €
− Steuerpuffer (30%)264 €
= Netto-Gewinn617 €
→ Sparanteil (100% fix)617 €/Monat
→ Verbleibend nach Sparen0 €/Monat

Vergleich aller Stages
KennzahlStage 1 – JuniStage 2 – JuliStage 3 – August
Events/Monat
Monatsumsatz2.000 €5.200 €13.600 €
Gesamtkosten2.645 €4.319 €7.467 €
Gewinn vor Steuern-645 €881 €6.133 €
Netto nach Steuern-645 €617 €4.293 €
Sparanteil (fix)0 €617 €3.435 €
Verbleibend-645 €0 €859 €

Break-Even Entwicklung
Stage 2 — Juli ist profitabel. Kumulierter Netto-Gewinn über 14 Monate:
Mittu Klangfeld UG · Finanzplanung 2026 · Alle Zahlen sind Richtwerte · Kein Ersatz für Steuerberatung